Nikolausschüler werden Manegenstars
Das mit dem Verbeugen haben die Nikolausschüler ganz schnell gelernt. Bei den Vorstellungen in der Manege des großen Zirkuszelts werden sie das neben ihren Kunststückchen auch präsentieren.

 Auch er fühlt sich wohl. Schließlich hängen zu seinen Füßen drei Mädels am Ring. Zirkus ist in dieser Woche in der Nikolausschule angesagt. Fünf Tage lang wird hier jedes Mädchen und jeder Junge Zirkusluft schnuppern, in eine neue Rolle schlüpfen und zu einem echten Zirkusartisten werden. Die Disziplinen, in denen sich die Schülerinnen und Schüler ausprobieren können, sind vielfältig. So können sie wählen zwischen Hundedressur, Taubendressur, Clownerie, Trapez, Luftring, Jonglage oder Bodenakrobatik. Die Kinder sind mit Feuereifer bei der Sache. Man merkt: Sie wollen ihre Aufgabe möglichst gut erledigen. Vor acht Jahren war der Zirkus Casselly zum ersten Mal zu Gast in der Nikolausschule. Die Erfahrungen waren so positiv, dass sich die Schulleitung entschloss, daraus eine feste Einrichtung werden zu lassen. Weil jeder Nikolausschüler während der Grundschulzeit zumindest einmal am Zirkusprojekt teilnehmen sollte, wurde der Vierjahresrhythmus eingeführt. „Das Zirkusprojekt ist einfach klasse. Die Kinder lernen Verantwortung für andere zu übernehmen, sie lernen, dass man sich im Zirkus aufeinander verlassen kann und muss“, erläutert Rektor Winfried Richter. Und Jessica Casselly nennt dabei die Förderung der motorischen Fähigkeiten und die Persönlichkeitsentwicklung als weitere positive Effekte des Zirkusprojekts. „Die Kinder lernen ihre eigenen Fähigkeiten und Stärken, aber auch ihre Grenzen kennen“, weiss die Zirkusartistin aus Erfahrung. Vor zehn Jahren hat sich der Familienzirkus auf Projekte mit Schulen spezialisiert. Die Nachfrage ist seither stetig gestiegen.

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