Paar ist nach turbulenter Zeit zuhause
Da war die Welt noch in Ordnung: Anja Feidieker hatte ihre Schwester Julia und ihren Freund Phil Rumi in Sri Lanka besucht, um das Land zu erkunden.

Was im November 2019 mit einer entspannten und gut geplanten Weltreise begonnen hatte, ist in den vergangenen Wochen im stressigen Chaos geendet. Kommen sie nach Hause oder nicht? „Es war wie Roulette spielen“, so vergleichen Julia Feidieker und ihr Freund Phil Rumi die Hoffnung auf einen Rückflug von Sri Lanka nach Deutschland.

Einen Monat auf Sri Lanka ausharren

Einen Monat lang mussten sie aufgrund der Corona-Pandemie in Asien ausharren, ohne zu wissen, ob es noch nach Hause geht. Das Gute: Die Geschichte findet nach turbulenten Wochen ein glückliches Ende.

Aber immer der Reihe nach: Erstmals von dem neuen Virus erfahren haben die Sassenberger Ende Januar in Japan. „Da war der Flugverkehr und alles andere auch noch ganz normal“, erzählt Phil Rumi. Lediglich einen Mundschutz mussten sie tragen, als sie an einem Japanisch-Kursus teilgenommen hatten.

Anja Feidieker schafft es gerade noch, das Land zu verlassen

Anja Feidieker, die in Sassenberg als Tanzmariechen bekannt ist, hatte ihre Schwester und deren Freund Anfang Februar in Sri Lanka besucht. Sie schaffte es gerade noch rechtzeitig, das Land am 20. Februar zu verlassen.

Danach wurde der Flugverkehr weitestgehend stillgelegt. „Es kam alles Schlag auf Schlag, innerhalb von einer Woche hat sich alles verändert“, beschreibt Julia Feidieker die Situation vor Ort. Den Tag über herrschte ein kompletter Lockdown, keiner durfte das Haus verlassen, und wurde man doch dabei erwischt, nach draußen zu gehen, drohte eine Gefängnisstrafe.

Ausgangssperren statt gemütliche Stunden am Strand

Die Ausgangssperre wurde lediglich für vier Stunden am Tag aufgehoben, um den Menschen das Einkaufen zu ermöglichen. Das Resultat: lange Schlangen und ewiges Anstehen vor den Supermärkten.

Anstatt wie geplant lange entspannte Nachmittage am Strand zu verbringen oder die Stadt zu erkunden, haben die beiden erstmal rund um die Uhr telefoniert. Denn eines war klar: Ab dem Zeitpunkt galt es nur noch, so schnell wie möglich nach Hause zu kommen.

Die Tauchsafari auf den Malediven muss abgesagt werden

Eigentlich hatte das Paar nach seinem Aufenthalt in Sri Lanka noch eine Tauchsafari auf dem Malediven geplant und gebucht. „Es lag allerdings schon ein Einreiseverbot für Touristen aus Nordrhein-Westfalen vor“, erklärt Rumi. Daher musste alles storniert werden. Die im Voraus gebuchten Hotels seien dabei „super kulant“ gewesen.

Schwieriger war es hingegen bei der Tauchsafari und den Flügen. Dort mussten sich die beiden mit Auslandsversicherungen, speziellen Reiserücktrittsversicherungen unter anderem für Tauchreisen und Veranstaltern lange auseinandersetzen, um die Stornobedingungen und -gebühren zu klären.

Wie die Geschichte ausgeht und was die beiden erlebt haben, lesen Sie in der „Glocke“ am Mittwoch.

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