Projekt „Kunstrasenplatz in Eigenregie“
Bild: C. Alsmann
Zugunsten des geplanten Kunstrasenplatzes werden auf dem Tie (v.l.) Gregor Böckenholt, Thomas Möllmann, rechts: Jens Büdenbender, Matthias Pries und Thomas Weißen aktiv.
Bild: C. Alsmann

„Die Glocke“: Herr Böckenholt, im Oktober 2010 wurde der Verein gegründet. Was ist seitdem geschehen? 

Böckenholt: Nach der Gründungsversammlung wurden die Dinge auf den Weg gebracht, die zum einen satzungsgemäß und zum anderen juristisch erforderlich waren: die Eintragung ins Vereinsregister, die Beantragung der Anerkennung der Gemeinnützigkeit und natürlich das Werben von Mitgliedern. Erfreulich ist, dass auch Jugendliche aktiv sind und aufgenommen werden wollen. Der Jahresbeitrag von 20 bzw. zehn Euro scheint richtig gewählt zu sein.

„Die Glocke“: Herr Weißen, der Verein hat sich ja zum ersten Ziel die Finanzmittelbeschaffung zum Bau eines Kunstrasenplatzes gesetzt. Welche Unterstützung erfahren Sie dabei?

Weißen: Der strenge Winter hat es gezeigt: Trainings- und Spielbetrieb waren über Monate nicht möglich. Die Platzverhältnisse ließen gefahrlosen Sport nicht zu. Während in Nachbargemeinden wie Warendorf, Ostbevern, Telgte, Peckeloh, Glane oder Bad Rothenfelde auf Kunstrasenplätzen gespielt werden konnte, war dieses auf dem tiefgefrorenen und unebenen Spielfeld des ramponierten Ascheplatzes nicht verantwortbar. Da muss sich etwas tun. Wir hoffen weiter auf die Unterstützung der Stadt, spüren dort aber bei der aktuellen Finanzlage derzeit keine positiven Signale. Somit setzen wir auf Eigeninitiative, Unterstützung durch die öffentliche Hand und Sponsoren, um den Bau verwirklichen zu können.

 „Die Glocke“: Gibt es konkrete Ideen, wie Sie potenzielle Sponsoren gewinnen wollen?

Böckenholt: Am kommenden Wochenende werden wir anlässlich des Spargelfrühlings unsere erste größere Aktion starten. Auf Initiative unseres Fördervereinsvorstandsmitglieds Manfred Pohlschmidt konnten wir den Köcheclub Münsterland für eine Vorführung gewinnen. Der Erlös des Spargelmenüverkaufs kommt unserem Verein zugute. An dieser Stelle schon einmal ein Dank an die Organisatoren des Spargelfrühlings.

„Die Glocke“: Wie sehen die weiteren Planungen aus?

 Weißen: Wir müssen kontinuierlich den Förderverein voranbringen. Über das Bekanntmachen in der Bevölkerung über die Motivation zur Mitgestaltung bis hin zur Beschaffung von Finanzmitteln. Wir freuen uns über jede Spende, die uns dem Ziel näher bringt. Davon profitiert dann im Übrigen nicht nur der Fußballverein, sondern die Leichtathletikabteilung sowie der Breiten- und Schulsport erhalten ebenfalls bessere Trainingsmöglichkeiten. Wir wollen weiter Überzeugungsarbeit leisten, Sponsoren ansprechen und vor allem weitere Veranstaltungen organisieren.

„Die Glocke“: Das hört sich nach einer ordentlichen Portion Arbeit an?

 Böckenholt: Das war und ist uns bewusst. Aber dabei setzen wir in unserem Dorf auf die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger. Hier sind Engagement, Solidarität und Begeisterung für die Sache gefragt. Ferner werden wir die Arbeit auf weitere verantwortliche Schultern verteilen dürfen. So hat der Vorstand nun die ersten Mitglieder im Beirat, der in der Vereinssatzung geregelt ist, berufen können. Mit Thomas Möllmann, Matthias Pries und Jens Büdenbender haben wir langjährig sportbegeisterte Fußballspieler und aktive Mitglieder des Sportclubs Füchtorf überzeugen können, mitzumachen und Verantwortung zu übernehmen. Jeder, der sich für unser Anliegen interessiert, ist eingeladen, sich zu beteiligen. Wir freuen uns über jede kreative Idee und die persönliche Unterstützung.

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