Saisonarbeiter bislang alle negativ getestet
Foto: Miketta
Landwirt Patrick Schwienheer aus Füchtorf ist froh, dass seine Saisonarbeiter negativ getestet wurden.
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Er will sich nicht ausmalen, was gewesen wäre, wenn . . .

Kreis Warendorf prüft 1200 Arbeiter auf 18 Höfen

Grund für die Tests: Das Gesundheitsamt des Kreises Warendorf überprüft landwirtschaftliche Betriebe im Kreis, bei denen mehr als zehn Gastarbeiter arbeiten. „Davon betroffen sind insgesamt 1200 Arbeiter auf 18 Höfen“, sagt Kreis-Sprecher Thomas Fromme.

Die Kontrollen sind in vollem Gange. „Die Tests laufen auf freiwilliger Basis“, betont Fromme, dass niemand die Arbeiter testen lassen muss. „Viele sind einverstanden, andere nicht. Es ist ja im Interesse aller“, ergänzt Fromme. „Hierbei geht es nicht um Vorverurteilungen oder Verdacht, sondern es ist ein Angebot im Sinne der Präventionsmaßnahmen.“

Alle 311 ausgewerteten Tests sind negativ

Zehn Höfe im Kreis haben die Behörden bislang angesteuert. 311 Testergebnisse liegen vor, alle sind negativ. Weitere 101 Auswertungen von vier Höfen sollen die Tagen folgen.

Bereits am Donnerstag waren das Gesundheits- und Ordnungsamt auf dem Hof Schwienheer, um die Tests durchzuführen. Unterstützt werden sie vom Malteser-Hilfsdienst (MHD) und vom Deutschen Roten Kreuz (DRK). „Man macht sich schon Sorgen, wenn die Tests durchgeführt werden. Niemand will einen Corona-Fall haben“, sagt der Landwirt.

Bei Personal-Ausfällen drohen Verluste bei der Ernte

Zum einen gehe es um die Gesundheit der Arbeiter, zum anderen um das Geschäft. „Es wäre unmöglich, die gesamte Ernte einzufahren, wenn eine Handvoll Arbeiter in Quarantäne wäre.“

Fallen gleich mehrere Saisonkräfte aus, ist ein Teil der Ernte in Gefahr.

Die meisten der Helfer auf dem Hof Schwienheer sind Gastarbeiter aus Rumänien. Sie unterzogen sich bereits nach ihrer Ankunft am Flughafen Düsseldorf einem Gesundheitscheck und wurden isoliert von anderen Passagieren zu Patrick Schwienheer geführt, der ebenfalls isoliert von allen anderen Landwirten auf die Gastarbeiter wartete. Bloß keinen Kontakt zu anderen.

Schwienheer: „Ein positives Testergebnis wünsche ich keinem“

Danach ging es für die Rumänen 14 Tage in Quarantäne. Jeweils zwei Arbeiter leben in zwei zusammengesetzten Containern. „Normalerweise sind es drei Personen. So können aber die Abstandsregeln eingehalten werden“, sagt Schwienheer.

„Die Auflagen und Hygienemaßnahmen sind in der Landwirtschaft von Beginn an sehr streng gewesen“, sagt Thomas Fromme, der davon ausgeht, dass viele Tests negativ verlaufen werden. „Ich habe das Gefühl, dass sich die meisten an die Regeln halten.“ So auch Patrick Schwienheer.

„Ich hoffe für alle Landwirte, dass die Testergebnisse negativ sein werden“, sagt er. „Ein positives Ergebnis wünsche ich keinem. Nicht, dass die Unsicherheit im Bezug auf das Thema Corona noch weiter steigt.“

Die ganze Geschichte lesen Sie in der „Glocke“ am Donnerstag.

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