Scheunenbrand hält Feuerwehren in Atem
Ein Raub der Flammen wurde gestern Nachmittag diese Scheune auf einem Bauernhof an der Warendorfer Straße. Das angrenzende Wohnhaus und ein Schweinestall wurden gerettet.  Bild: Austrup

Die brennende Scheune grenzt direkt an ein Wohnhaus sowie ein weiteres Stallgebäude mit 200 Schweine. Als die Sassenberger Feuerwehr am Einsatzort eintraf, stellte sich die Situation nach Einschätzung von Stadtbrandmeister Reinhard Lietmann so dar: „Die Scheune brannte in vollem Ausmaß, der Schweinestall war mit dichtem Qualm gefüllt, sodass die Tiere, nicht zuletzt auch aufgrund der starken Hitzeentwicklung, zu verenden drohten.“

Neben der unmittelbaren Brandbekämpfung galt es, ein Übergreifen auf benachbarte Gebäudeteile zu verhindern und den Schweinestall mittels Lüftern vom Rauch zu befreien. Besonders schwierig gestaltete sich dabei die Versorgung mit Löschwasser, da der nächste Hydrant etwa einen Kilometer entfernt war.

Lietmann entschied sich daher, zunächst einen Löschwasser-Pendelverkehr einzurichten. Hierzu wurden auch die Wehren in Füchtorf, Versmold und Freckenhorst mit einbezogen. Nach etwa einer halben Stunde war dann eine Schlauchleitung zur Löschwasserversorgung gelegt. Zudem ließ sich das Feuer am besten durch das mittlerweile abgedeckte Dach bekämpfen, sodass zusätzlich die Drehleitern aus Warendorf und Everswinkel angefordert wurden. Nach etwa einer Stunde war der Brand dann soweit unter Kontrolle, dass die ersten Einsatzkräfte wieder abrücken konnten. Zu Nachlöscharbeiten blieben die Kameraden aus Sassenberg allerdings noch mehrere Stunden vor Ort.

 Ein Feuerwehrmann aus Warendorf musste mit Verdacht auf eine Fußfraktur notärztlich behandelt werden und wurde mit einem Rettungswagen in das Josefs-Hospital gebracht. Die Schweine überlebten das Feuer, wurden aber später vom Tierarzt daraufhin untersucht, ob sie Schäden davongetragen haben und gekeult werden müssen.

Für die gesamte Zeit des Einsatzes hielt die Polizei die vielbefahrene Bundesstraße komplett gesperrt, da zunächst mit ständigem Pendelverkehr und anschließend mit einer über die Fahrbahn gelegten Schlauchverbindung die Löschwasserversorgung sichergestellt wurde.

Die Schadenshöhe beträgt rund 300000 Euro. Ursache des Brandes war ein Kurzschluss in einer Stromleitung.

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