Schulkinder von Unbekannten angesprochen
Die Polizei ermittelt derzeit in zwei Fällen, bei denen Kinder in Sassenberg auf dem Schulweg angsprochen wurden.

 Bereits am Freitag voriger Woche war ein zwölfjähriger Junge um 6.30 Uhr verstört bei einer Freundin angekommen, mit der er den restlichen Schulweg gemeinsam gehen wollte.

Er sei an der Ecke Zum Uhlenbrink/Schubertstraße von einem Mann angesprochen worden, der anschließend versucht habe, ihn in sein Auto zu ziehen, erzählte der Zwölfjährige der Mutter seiner Schulfreundin. Er habe sich losreißen können. Die Frau informierte die Polizei.

Am Montag wurden zwei siebenjährige Mädchen um 7.40 Uhr auf dem Weg zur Nikolausschule auf der Vennstraße von einem, wie sie später schilderten, „Mann mit Hund“ rüde dazu aufgefordert, dort wegzugehen und den Weg nicht zu benuten. Der Mann habe mit einem Stock auf ihre Schulranzen geschlagen. Die Eltern erstatteten später Anzeige.

Die Polizei hat mit den betroffenen Kindern noch nicht sprechen können, nimmt die Sache aber ernst. „Die Ermittlungen und eine Einschätzung der Lage sind schwierig“, sagt Polizeisprecher Martin Schnafel auf „Glocke“-Anfrage. Es gebe derzeit keine weiteren Zeugen als die betroffenen Kinder selbst. Zusätzliche Hinweise aus der Bevölkerung habe es ebenso wenig gegeben wie weitere Hintergründe herausgearbeitet werden konnten.

Der Ortspolizist hat in den vorigen Tagen im Bereich Vennstraße zur Sicherheit Präsenz gezeigt und nach dem „Mann mit Hund“ vergeblich Ausschau gehalten. Die Kinder sollen erst in der kommenden Woche befragt werden.

Schnafel rät Eltern grundsätzlich, ihre Kinder nicht allein auf den Schulweg zu schicken. So könnten sie aufeinander achten. Wenn Kinder angesprochen würden, sollten sie sich an andere Passanten wenden. Zeugen etwaiger Vorfälle sollten sich nicht scheuen, die „110“ zu wählen und die Polizei zu Hilfe zu rufen.

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