Sporthalle in Füchtorf eingeweiht
Bild: Miketta
Es ist vollbracht: (v. l.) Bürgermeister Josef Uphoff, Architekt Matthias Ossege, Ehrenvorsitzender des SC Füchtorf, Karl Schlingmann, und Schulleiterin Marlies Borisch bei der symbolischen Schlüsselübergabe.
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Oder wie Schlingmanns Freund Helmut Benefader sagt: „Kalli, das ist dein zweites Wohnzimmer.“ Schlingmann grinst verschmitzt. „Ich war zuletzt jeden Tag hier und habe geschaut, wie die Bauarbeiten vorankommen“, berichtet der 70-Jährige, der mit Argusaugen den Arbeitern beim Werkeln zuschaute und selbst mit anpackte. „Ich bin ja eher der Handwerker.“

Klotzen statt kleckern - so war es immer und ist es noch

Klotzen statt kleckern – so wie früher: 1980 übernahm Schlingmann den Vorsitz beim SC Füchtorf. 34 Jahre führte er den Verein. „In dieser Zeit sind wir von 140 auf 1100 Mitglieder gewachsen.“

Ein Thema begleitete ihn immer: der Bau einer neuen Sporthalle. „Es ist eine ewige Geschichte“, sagt der Ehrenvorsitzende. Er stritt, diskutierte, steckte ein und geduldete sich, als die Bezirksregierung und die Stadt Sassenberg aus unterschiedlichen Gründen den Bau nicht förderten.

Der emotionale Wert ist unbezahlbar

2006 bauten sich die Mitglieder die Umkleiden und einen Kraftraum mit Hilfe der Stadt selbst. Dann aber wieder das Warten auf die große Halle. Bis 2015 endlich der Durchbruch und die Zusage zum Bau kamen.

„Die Halle ist groß. So wie wir uns das damals in den Planungen gewünscht haben“, sagt Chef Schlingmann und nickt zufrieden, ehe er hinzufügt: „Nur damals wäre sie günstiger geworden.“ Knapp zwei Millionen Euro kostet die Halle nun. Doch der emotionale Wert ist unbezahlbar.

Josef Uphoff: „Ihr könnt stolz auf das Erreichte sein“

„Ihr könnt stolz auf das Erreichte sein“, sagt Bürgermeister Josef Uphoff. Wo 1980 lediglich die Fußballer über den Rasen sprinteten, ist nun eine neue sportliche Heimat für Badmintonspieler, Turner, Tänzer, Volleyballer oder Tischtennisspieler entstanden.

Und nicht nur für die zehn Abteilungen des SC Füchtorf. Besonders auch die Grundschule um Leiterin Marlies Borisch freut sich, dass sich die Jungen und Mädchen nun in der 18 Meter breiten und 36 Metern langen Halle austoben können.

Schlingmann bleibt der Antreiber, weil die Leidenschaft nicht weicht

„Ein paar Kleinigkeiten kann man noch verbessern. Aber das ist immer so“, erklärt Schlingmann, der gesehen hat, dass die Kanten an den Türen noch etwas abgeschliffen werden müssen. „Das werden wir noch ändern“, sagt der 70-Jährige, ist Schlingmann doch der Antreiber, der er immer war und hoffentlich auch bleibt.

„Wir wünschen uns, dass du dich weiterhin so gut um die Halle kümmerst“, bittet Füchtorfs Schulleiterin Marlies Borisch den Mann, der selbst sagt, dass in diesem Projekt so viel Herzblut steckt. Es hat sich gelohnt.

Mehr zum Thema lesen Sie in der „Glocke“ am Samstag.

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