Sportverein unter neuer Leitung
Bild: Havelt
Der neue VfL-Vorstand mit (v.l.) Frank Langkamp, Martin Lüffe, Jutta Lüffe und Timo Mais.
Bild: Havelt

 Mit großer Mehrheit wurde das neue Führungsteam im Rahmen der Mitgliederversammlung im Hotel Börding in Amt und Würden gewählt.

Nicht mehr für den VfL tätig sein wird ab Januar kommenden Jahres der bisherige hauptamtliche Geschäftsführer Werner Ruhe. Ihm war noch vom bisherigen Geschäftsführenden Vorstand um Maria Rüdenholz-Butterweck und Ulrich Seidel durch Nichtverlängerung seines Arbeitsvertrags faktisch gekündigt worden.

Vorangegangen war der Wahl eine lange und teilweise hitzige Diskussion, in der es hauptsächlich um die Frage ging, wie sich der Verein angesichts dramatisch sinkender Mitgliederzahlen künftig positionieren solle. Seit 2006 haben dem, wenn auch noch immer

mitgliederstärksten, Verein der Hesselstadt fast 400 Aktive den Rücken gekehrt, aktuell liegt der Mitgliederstand bei 2463. Nicht zuletzt infolge wegbrechender Beitragseinnahmen hat sich ein Defizit von 26 000 Euro in der Hauptkasse angesammelt, was die Vereinsaktivitäten zu lähmen droht.

Da hilft es auch nicht, dass die einzelnen Abteilungen teilweise fünfstellige Summen auf ihren Sparbüchern angesammelt haben. „Dies ist für uns alle eine prekäre Situation“, so Noch-Kassierer Ulrich Seidel im Rahmen der Diskussion über den Bericht des Vorstands.

Ob aber der Posten des Hauptamtlichen Geschäftsführers, der die Vereinskasse nach Informationen der „Glocke“ mit jährlich rund 50 000 Euro belastet, zum Großteil für die Finanzkrise verantwortlich ist, da waren die mit 164 Aktiven in Rekordbeteiligung zur Versammlung erschienenen Mitglieder durchaus geteilter Meinung.

Während beispielsweise Uli Krewerth für die Fußballabteilung erklärte, man habe das Desaster schon bei der Einrichtung der gut dotierten Stelle vor zehn Jahren kommen sehen, gab Josef Schilling, der den VfL viele Jahre ehrenamtlich geleitet hatte, zu bedenken, dass ein Verzicht auf die hauptamtliche Kraft ein großes Potenzial verschenke. Schilling: „Der Geschäftsführer ist mit Arbeit zugemüllt worden, die gar nicht in seinem Aufgabenbereich gelegen hätte. Als Ideengeber und Kampagnenmanager könnte er ein Segen für uns sein.“

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