Stadt sucht Wohnraum für Flüchtlinge
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Der Zustrom der Flüchtlinge nach Deutschland reist nicht ab. In Sassenberg sind die Unterbringungsmöglichkeiten nahezu erschöpft, sagte Helmut Helfers, Leiter des Amtes für Soziale Angelegenheiten. Die Stadt sucht nun Wohnungsangebote auf dem freien Wohnungsmarkt.
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Helfers sagte, dass derzeit 149 Flüchtlinge in Sassenberg leben, darunter sind zehn Flüchtlingsfamilien mit 17 minderjährigen Kindern. Waren es 2014 56 Menschen, die hier aufgenommen wurden, seien es 2015 schon 98 Personen gewesen. Die Flüchtlinge, von denen die Syrer mit 26 die größte Gruppe stellen, seien derzeit in fünf kommunalen Gebäuden untergebracht.

Zudem habe die Kirche zwei Häuser in der Elisabethstraße zur Unterbringung zur Verfügung gestellt. Da diese Häuser aber Ende des Jahres abgerissen werden, müssen die hier lebenden Menschen umverteilt werden. Da die kommunalen Unterbringungsmöglichkeiten laut Helfers nahezu erschöpft sind, sucht die Stadt dringend Wohnungsangebote auf dem freien Wohnungsmarkt für die Unterbringung von Familien. Die Stadt verspricht hier eine engmaschige Betreuung durch die Verwaltung.

Ein Hausmeister in Vollzeit kümmert sich derzeit um die fünf städtischen Unterkünfte. Im Sozialamt werden die Flüchtlinge von einer Vollzeit- und zwei Teilzeitkräften betreut. Laut Helfers sind 34 Personen derzeit geduldet, das heißt, sie müssen in ihre Heimatländer zurückkehren. Aufgrund fehlender Papiere oder gesundheitlicher Probleme sei das bisher noch nicht möglich.

Bedenklich findet Helfer die Tatsache, dass einige Flüchtlinge, die bereits seit Januar hier lebten, aufgrund der überbelasteten Anlaufstellen noch nicht einmal die Dokumente hätten, die zur Stellung des Asylantrags nötig seien. Sandra Brinkmann, Ausschussmitglied und sachkundige Bürgerin, schlug die

Bildung einer Spielgruppe für Flüchtlingseltern und deren Kinder vor, damit die Kinder sanft auf den Kitaalltag vorbereitet werden können. Ihrer Meinung nach sei das neue Dachgeschoss im Abenteuerland ein geeigneter Platz für eine derartige Spielgruppe. Wie Helmut Helfers sagte, sei das Gros der Kinder der Flüchtlinge im schulpflichtigen Alter, zudem gebe es in Sassenberg eine gut ausgebildete Struktur von selbst geleiteten Spielgruppen.

Sandra Brinkmann sprach sich zudem für eine intensivere Kooperation von Kindergärten und Schulen mit dem St.-Josef-Altenzentrum aus. In diesem Zusammenhang wünscht sich Brinkmann auch eine bessere Nahverkehrsanbindung, die ältere Menschen direkt und schneller in zentrale Versorgungszentren brächten. Bürgermeister Josef Uphoff versprach dieses Anliegen mit dem Kreis zu diskutieren.

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