Stadt zeigt 13 Mal die rote Karte 
Bild: Miketta
Haben die ersten Biotonnen kontrolliert: (v. l.) Vivien Dörksen, Thomas Venhaus, Alexandra Wittek (jeweils Stadt Sassenberg), Georg Hellenkamp (Kompostwerk Warendorf), Rebecca Deppe (AWG), Karina Dornscheidt (Stadt Sassenberg) und Bürgermeister Josef Uphoff.
Bild: Miketta

181 Biotonnen wurden im Stadtkern überprüft. Das erste Fazit: 137 Sassenberger hielten sich an die Mülltrennung und befüllten ihre Behälter mit Grünschnitt, Rasenschnitt oder Küchenabfällen. Sie bekamen als Belohnung eine grüne Karte an ihre Tonne gehängt.

13 Biotonnen werden nicht geleert

31 Sassenberger erhielten die gelbe Karte – eine Verwarnung. Sie hatten den Müll nicht konsequent getrennt. Unter anderem vereinzelt Windeln, Plastiktüten oder Zigaretten-Stummel wurden in den Behältern von den Kontrolleuren entdeckt.

An 13 Tonnen wurde die rote Karte geheftet. „Das heißt, dass diese Biotonnen nicht abgeholt werden“, erklärt Rebecca Deppe von der AWG. In den 13 Fällen fand gar keine Trennung statt.

Mülltrennung wird zunehmend ein Problem, sagt Georg Hellenkamp

„Das ist zunehmend ein Problem“, sagte Georg Hellenkamp, Betriebsleiter des Kompostwerks Warendorf. Trotz modernster Techniken könnten Störstoffe wie Plastiktüten nicht immer von Grünschnitt oder Küchenabfällen getrennt werden.

 Gelangen diese Störstoffe erst einmal in den Kompostierungskreislauf, sind sie nicht mehr auszusortieren und beeinträchtigen die erzeugten Kompostqualitäten.

Karina Dornscheidt durchforstet eine Biotonne.

Auf ihrer Suche nach versteckten Störstoffen benutzten die Kontrolleure Harken, um das Weggeworfenen anzuheben „und jedem auf die Schliche zu kommen, der seinen Müll nicht vernünftig trennt“, sagte Karina Dornscheidt, die auch in den kommenden Wochen Biotonnen begutachten wird.

In den kommenden sechs Wochen werden Biotonnen kontrolliert

„Wenn das Wetter mitspielt, sind wir sechs Wochen im Einsatz“, sagte Rebecca Deppe, die gestern viel Verständnis von Sassenbergern für die Aktion erhielt. „Die Bürger, mit denen wir uns unterhalten haben, waren sehr offen und haben auch nachgefragt, was in den Tonnen erlaubt ist und was nicht.“

In den nächsten Wochen werden sie vermutlich noch viele weitere Gespräche führen. Denn am Ende könnten rund 2000 Tonnen kontrolliert werden.

„Wir hoffen, dass in der nächsten Zeit die Quote deutlich steigt und sich alle Sassenberger an die Mülltrennung halten. Wir sind uns ja einig, dass es der Umwelt zugute kommt“, sagte Bürgermeister Josef Uphoff.

Mehr lesen Sie in der „Glocke“ am Dienstag.

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