Stiftung wird von Bürgern getragen
Bild: Fabich
Wollen die Bürgerstiftung für Sassenberg und Füchtorf ins Rollen bringen: (v.l.) Hermann Schimweg, Martin Arenhövel, Robert Hüchtker, Jutta Lüffe, Christian Rath, Roxana Dörholt, Paul Fischer, Martin Kniesel, Pastor Michael Prien, Werner Horstrup, Dr. Elisabeth Baxhenrich-Hartmann, Dr. Heinz-Josef Breuer, Bürgermeister Josef Uphoff und Gregor Krützkamp.
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Am Dienstagabend trafen sich die Mitglieder einer neu gegründete Arbeitsgruppe „Bürgerstiftung für Sassenberg“ im Rathaus, um ihre Pläne zur Errichtung der Stiftung „Bausteine – Bürgerstiftung Sassenberg“ vorzustellen.

Paul Fischer, in Münster lebender Künstler und gebürtiger Sassenberger, war es ein Bedürfnis, neben seiner Kunstsammlung 50 000 Euro als Grundstock zur Verfügung zu stellen und die Idee einer Bürgerstiftung ins Rollen zu bringen. Um die Förderung des Gemeinwohls und die Entwicklung des Bürgersinns in der Stadt Sassenberg mit Füchtorf, Dackmar, Gröblingen und Velsen weiter voran zu treiben, will sich die Stiftung nach ihrer Gründung um die Bereich Bildung und Erziehung, Denkmal- und Landschaftspflege, Familien-, Jugend- und Seniorenhilfe, Kunst und Kultur, Sport, traditionelle Brauchtums- und Heimatpflege und Umwelt-, Natur- und Tierschutz kümmern.

Die eingebrachten 50 000 Euro können die Sassenberger Bürger durch Zustiftungen vermehren und sich so an der Stiftung beteiligen, daher der Begriff einer Bürgerstiftung. Zuwendungen sind bereits ab einem Betrag von 50 Euro möglich, wie Koordinator Dr. Heinz-Josef Breuer versichert: „Jeder kann bei uns mitmachen.“ Nun gilt es für die Initiatoren, möglichst viele Bürger in die Idee einzubinden. Ziel ist es, das Stiftungskapital auf mindestens 100 000 Euro zu verdoppeln.

Das jedenfalls hat sich die Arbeitsgruppe in den nächsten Wochen fest vorgenommen. Am 29. Juni wird um 20 Uhr eine Informationsveranstaltung im großen Sitzungssaal des Rathauses beginnen. Dann berichtet Pfarrer Michael Prien über seine Erfahrungen mit der Stiftung der Evangelischen Kirchengemeinde, zum anderen werden alle Fragen der Bürger beantwortet.

Eine Bürgerstiftung ist eine unabhängige, autonom handelnde, gemeinnützige Stiftung von Bürgern für Bürger mit möglichst breitem Stiftungszweck. Sie engagiert sich nachhaltig und dauerhaft für das Gemeinwesen in einem geographisch definierten Raum und ist fördernd für alle Bürger ihres Einzugsgebietes tätig. Sie unterstützt mit ihrer Arbeit bürgerschaftliches Engagement. Wie bei jeder Stiftung, bleibt der Grundstock, das Kapital, unangetastet. Nur der Ertrag, meist Zinsen, darf für den Stiftungszweck ausgegeben werden. Bürgerstiftungen zielen auf den kontinuierlichen Aufbau eines Stiftungsvermögens ab. Sie bieten insbesondere für kleinere Zustiftungen eine adäquate Organisationsform. Bürgerstiftungen sind auf eine Gemeinde oder Region bezogen, bieten aber die Möglichkeit, zahlreiche Stiftungszwecke zu verwirklichen. Zum Selbstverständnis gehört die völlige Unabhängigkeit von staatlichen, kommunalen oder Unternehmensstrukturen.

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