Volles Schulprogramm ohne Teilstandort
Lernen in Sassenberg soll dank der neuen Sekundarschule auch in Zukunft Spaß machen und Erfolg bringen.

Wie berichtet, sind für die Zweigstelle in Beelen statt der erforderlichen 50 nur 44 Jungen und Mädchen angemeldet worden. Das Schulministerium hat daraufhin die entsprechende Genehmigung wieder zurückgenommen. Wie Bürgermeister Josef Uphoff auf „Glocke“-Anfrage sagt, kann der Betrieb am Hauptstandort Sassenberg dennoch in vollem Umfang erfolgen. Uphoff: „Das volle Programm ist nach wie vor garantiert.“

Wie Uphoff weiterhin erläutert, gelten die 44 Beelener Kinder formal zunächst als an der Sekundarschule Sassenberg angemeldet. Zusammen mit den 88 gemeldeten Jungen und Mädchen aus der Hesselstadt ergäbe sich hieraus mit insgesamt 132 Schülern eine Fünfzügigkeit der neuen Bildungseinrichtung. Uphoff: „Die Jungen und Mädchen aus Beelen würden wir natürlich mit offenen Armen aufnehmen.“ Auch das Raumprogramm, untergebracht werden sollen die Sekundarschüler in den Gebäuden von Hauptschule im Herxfeld und Städtischer Realschule, sei auf eine derartige Größe ausgerichtet. Es ist nunmehr allerdings damit zu rechnen, dass Eltern aus Beelen überlegen werden, ihre Sprösslinge an der neuen Gesamtschule in Warendorf anzumelden, nicht zuletzt der besseren Erreichbarkeit durch die Bahnverbindung wegen.

 Die Gemeinde Beelen will den Eltern allerdings anbieten, einen kostenlosen Bustransfer in die Hesselstadt zu organisieren. Hätte dieses Angebot Erfolg, wären Auswirkungen zu erwarten. 88 Anmeldungen in Sassenberg für sich genommen würden drei Eingangsklassen bedeuten. Bei nur drei „Zuwächsen“ aus der Axtbachgemeinde wäre die Sekundarschule bereits vierzügig zu fahren und eine Nachhaltigkeit auch bei künftig sinkenden Geburtenzahlen zu gewährleisten.

Sicher ist, dass die Sekundarschule ihren Betrieb zum 22. August aufnehmen wird. Die Sekundarschule ist zudem entgegen einer noch immer weit verbreiteten Meinung kein Schulversuch, sondern eine im Schulgesetz NRW verankerte Schulform, die die Jahrgangsstufen fünf bis zehn umfasst und zu allen Abschlüssen der Sekundarstufe I führt. Neigungen und Interessen der Kinder werden in besonderem Maße analysiert und im Austausch mit den Eltern wird der weitere Weg in der Schule besprochen.

SOCIAL BOOKMARKS