Westbrink: „Sassenberg muss grüner werden“
Bild: Miketta
Norbert Westbrink von den Grünen blättert entspannt durch das Wahlprogramm. Eine Kernbotschaft der Partei: "Sassenberg muss noch grüner werden."
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„Die Glocke“: Herr Westbrink, grüne Politik ist „in“. Das haben die Wahlergebnisse auf Bundes- und Europaebene gezeigt. Eigentlich müssten Sie sehr entspannt in den Wahlkampf gehen.

Westbrink: Ich bin kein Typ für Eigenlob. Aber ja, der Klima- und Umweltschutz hat endlich in der Bevölkerung an Bedeutung gewonnen. Vielleicht kommt diese Wahl für uns zur richtigen Zeit, um Sassenberg etwas grüner zu bekommen.

„Die Glocke“: Die FWG regt eine Diskussion über ein Steingartenverbot in Neubaugebieten an, die CDU stellt einen Antrag zum Thema Erdwärme. Müssten diese Ideen nicht von Ihnen kommen?

Westbrink: Wenn ich die Anträge der anderen Fraktionen betrachte, dann sieht man, dass grüne Politik wichtig ist und die anderen Parteien das endlich auch im Wahlprogramm haben, um auf der grünen Welle mit zu schwimmen. Natürlich würden wir gern diese Anträge stellen, aber dazu fehlt uns schlicht die Kapazität. Wir haben 13 Mitglieder in Sassenberg und Füchtorf. Um Anträge auf den Weg zu bringen, benötigt es viel Zeit, Recherche und Arbeit. Da kommen wir nicht mit. Dennoch sehe ich uns für die Wahl sehr gut aufgestellt. Vielleicht haben wir sogar die Chance, über die Listenplätze mit sechs statt zwei Grünen in den Rat zu rutschen.

„Sechs richtige Grüne für Sassenberg“

„Die Glocke“: Das wäre für Sie ein gewaltiger Sprung.

Westbrink: Es ist machbar. Wir treten als „Sechs richtige Grüne für den Sassenberger Rat“ an. Dazu zählen Erich Lentz, Georg Hartmann-Niemerg, Margareta Hiller, Laurenz Wienhold, Detlef Michalzak und meine Wenigkeit. Wir haben darauf geachtet, wer wie im Rat am besten weiterhelfen kann – sei es Erich Lentz als ehemaliger Kämmerer, Georg Hartmann-Niermerg als Landwirt oder Margareta Hiller als Diplom-Sozialpädagogin und Detlef Michalczak als IT-Beauftragter der Stadt Warendorf für die Digitalisierung unserer Stadt.

„Die Glocke“: Sie sagen, dass die jetzige Politik nicht grün genug ist. Woran liegt das?

Westbrink: Wir haben in den vergangenen Jahrzehnten stets einen sorgfältigen Umgang mit der Natur gefordert. Das ist seitens der Stadt Sassenberg nicht immer der Fall gewesen, wie zum Beispiel bei den Baumfällungen am Feldmarksee oder im Brook. Klimaschutz darf kein Lippenbekenntnis sein.

Das ganze Interview lesen Sie in der „Glocke“ am Montag.

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