Züchter zeigen gefiederte Lieblinge
Bild: D. Reimann
Die Besucher sind fasziniert von den Grünflügelaras: (hinten v. l.) Eugen Seiwald, Anne Seiwald, Alexander und Elena Schmidt und (vorn v. l.) Angelika, Michael und Alexander.
Bild: D. Reimann

 Selbst diese hatten die Vogelfreunde innerhalb einer Woche in ein Vogel- und Naturparadies verwandelt. Anja Lütke-Hüttmann kann gar nicht von dem türkisfarbenen Halsbandsittich lassen. Immer wieder streicht die Vogelliebhaberin dem Sittich durch die Gitterstäbe hindurch über den Schnabel. Dieser scheint das auch zu genießen, hält ihr immer wieder das Köpfchen hin. Dass er nicht etwa wegfliegt, hat seinen Grund: „Die Vögel habe ich alle mit der Hand aufgezogen“, berichtet Wolfgang Ostermann. Wie er erzählt, habe er in früher Jugend Zebrafinken gehalten. Viele Partner und Kinder unterstützen das Hobby der Vereinsmitglieder. „Vor kurzem haben wir den Walsroder Vogelpark mit Kind und Kegel besucht“, berichtet Vorsitzender André Venneker. Er strahlt an diesem Samstagmorgen mit der Sonne um die Wette. Die Halle ist mit viel Grün und Sonnenblumen geschmückt. Viel Farbe bringen auch die Hauptdarsteller, die Vögel, ins Spiel. Und was die Besucher dort alles zu sehen bekommen. Imposant die Grünflügelaras, die bis zu 90 Zentimeter groß werden können. „Diese Tiere sind etwas dummscheu“, berichtet Venneker. Das soll keine Beleidigung der stolzen Vögel sein, vielmehr ist es unter Vogelzüchtern ein Ausdruck dafür, dass sie sich mit Veränderungen und Umsetzen schwer tun. „Wir freuen uns daher sehr, dass unsere Mitglieder sie trotzdem mitgebracht haben“, so der Vorsitzende. Dankesworte richtet er auch an den Schützenverein, der den Vogelfreunden die Halle bereits seit sieben Jahren für die Schau zur Verfügung stellt. „Es ist toll, dass wir hier so viel Platz haben“, sagt Venneker und deutet auf die großzügig gestalteten Volieren hin, von denen die Australienvoliere mit rosa Kakadus und rotem Sand eine Besonderheit darstellt. Besonders sind auch die Grünflügelaras. Denn diese können sehr zur Erheiterung der vielen Besucher sprechen. „Hallo, wie geht‘s?“ fragt der eine Kollege die neugierigen Besucher durch die Gitterstäbe hindurch. Die Wirkung ist immer dieselbe. Ungläubiges Staunen, gefolgt von einem Lächeln im Gesicht und dem Versuch, dem Vogel weitere Worte zu entlocken. Die zu finden hatte der stellvertretende Bürgermeister Martin Arenhövel keine Schwierigkeit. Arenhövel, der die Schau offiziell eröffnete, lobte die Arbeit des Vogelzuchtvereins und überbrachte die Grüße der Stadt.

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