Zünsler hat Füchtorf noch nicht erreicht
Bild: C. Alsmann
Informierten die Landwirte: (v. l.) Ludwig Heseker, Thomas Baumhöfer und Hermann Klockenbusch.
Bild: C. Alsmann

 Zum Thema „Gülle aufbringen auf gefrorenen Boden“ und „Pflanzenschutz beim Wintergetreide“ referierten die Fachleute Thomas Baumhöfer und Hermann Klockenbusch von der Landwirtschaftskammer Nordrhein Westfalen. „Dem Wintergetreide hat der starke und anhaltende Frost geschadet“, sagte Klockenbusch. Hier müssten Teilflächen wahrscheinlich nachgesät werden.

Ein größeres Problem sieht der Fachmann für Pflanzenschutz in dem aus den wärmeren Regionen Europas stammende Maiszünsler. In Deutschland hat sich der Schädling von Bayern und Baden-Württemberg aus weiter nach Norden ausgebreitet. Die Befallsgrenze verläuft nördlich von Münster, hat aber den Raum Sassenberg noch nicht erreicht.

Der unscheinbare grau-braune Schmetterling kann hohe Ertragsverluste verursachen. Mit herkömmlichen Mitteln ist der Maisschädling nur schwer zu bekämpfen. Als Ansprechpartner für Wasserrahmenrichtlinien informierte Thomas Baumhöfer die Landwirte darüber, wie und wann Gülle auf die Felder gefahren werden darf. Gefrorener Boden hat den Vorteil, dass man sich nicht festfährt und schneller fahren kann. Beginnt es bei Tauwetter aber zu regnen und die Gülle wird mit dem Regenwasser auf dem gefrorenen Boden in ein Gewässer gespült, ist das strafbar. Weitere Tipps hatte Baumhöfer für die Landwirte: „Zum Vegetationsbeginn im Frühjahr sollte kalte Gülle aufgebracht werden. Das ist für die Pflanzen verträglicher.“

 Nach einigen Tagen Lagerung seien schädliche Giftstoffe in der Gülle nicht mehr vorhanden. Gut informiert können die Landwirte nun dem Frühling entgegensehen.

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