Zwei Kunstrasenplätze werden 2013 gebaut
Bild: Austrup
Schluss mit wetterbedingten Schließungen: Das Brookstadion in Sassenberg und der Tennenplatz des SC Füchtorf sollen schon im kommenden Jahr mit Kunst- oder Hybridrasenplätzen ausgestattet werden. Die Kosten betragen insgesamt 1,12 Millionen Euro.
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„Die Haushaltslage entwickelt sich zwar nicht ausgesprochen gut, aber weniger schlecht als bislang prognostiziert“, erläuterte der Bürgermeister den Politikern. Zwar müsse man in den kommenden zwölf Monaten wohl oder übel neue Schulden in Höhe von 1,3 Millionen Euro machen, um die geplanten Investitionen stemmen zu können. Gegenüber dem laufenden Haushaltsjahr mit einem Fehlbedarf von knapp vier Millionen Euro (tatsächlich wird er niedriger ausfallen) sei das aber „für eine Stadt unserer Größenordnung überschaubar“.

Uphoff legt dabei Wert darauf, dass „wir uns keinen überflüssigen Luxus leisten“. Wohl aber sollen schon im kommenden Jahr zwei neue und von den Sportvereinen dringend herbeigewünschte Kunstrasenplätze in städtischer Trägerschaft errichtet werden. Dies aus zwei Gründen: Zum einen seien die derzeitigen Plätze von VfL und SC in einem maroden Zustand, zum anderen befänden sich die Zinsen auf einem historischen Tiefstand.

 Hatte die bisherige Planung noch vorgesehen, regelmäßige Gelder aus dem Gewinnüberschuss der Sparkasse Münsterland Ost, an der Sassenberg beteiligt ist, anzusparen, sehen die neuen Rechnungen so aus, dass diese Mittel für Tilgung und Zinsen eines Sofortdarlehns aufgewendet werden. Dieser Kredit soll eine Laufzeit von zehn Jahren erhalten. Die Kosten sind für Sassenberg, wo das Brookstadion gegenüber dem Freibad mit Kunstrasen ausgestattet wird, mit 600 000 Euro berechnet, für Füchtorf (Tennenplatz, auf dem der Untergrund teilweise noch solide ist und nicht erneuert werden muss) mit 512 000 Euro. Die Sportvereine wollen selbst je ein Sechstel dieser Kosten (VfL 100 000 Euro, SC 75 000 Euro) beisteuern.

Baubeginn soll im April 2013 sein, sodass die Plätze bei einer durchschnittlichen Herrichtungszeit von vier Monaten im Spätsommer bespielbar sein dürften. Als Alternative zu reinen Kunstrasen-Anlagen wird mit den Funktionären derzeit noch ein so genannter Hybridrasen diskutiert, der eine Mischung aus künstlichem und natürlichem Grün darstellt und günstiger, aber nicht minder hochwertig, sein soll. Auch derartige Plätze sind das ganze Jahr über und bei fast jeder Wetterlage bespielbar.

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