62-jährige Rinkeroderin positiv getestet
Die Einwohner werden gebeten, aktuell nur bei wirklich dringenden Anliegen die Stadtverwaltung aufzusuchen.

Die Corona-Welle hat die Stadt Drensteinfurt erreicht. Wie am Donnerstagvormittag bekannt wurde, hat sich der erste Verdachtsfall bestätigt: Bei einer 62-jährigen Frau aus Rinkerode, die zuvor in Südtirol war, wurde das Virus nachgewiesen. Nach Informationen unserer Zeitung soll es ihr jedoch den Umständen entsprechend gut gehen – sie befindet sich in häuslicher Quarantäne.

Dort werden sich in den kommenden zwei Wochen auch die fünf Personen befinden, mit denen sie in den vergangenen Tagen Kontakt hatte. Stand Donnerstagabend wartete die Stadtverwaltung lediglich noch auf die schriftliche Bestätigung des Kreisgesundheitsamtes, um die entsprechende „ordnungsrechtliche Verfügung“ aussprechen zu können. Weitergehende Maßnahmen waren bis dahin in Rinkerode noch nicht geplant.

Anders als in der Drensteinfurter Stadtverwaltung, wo Bürgermeister Carsten Grawunder am Donnerstag mit allen Fachbereichsleitungen, Stabsstellen und der Leitung der Feuerwehr die aktuelle Situation analysiert hat. Konsequenz: „Bis auf Weiteres wird ein Teil der Mitarbeiter im Schichtsystem im Homeoffice arbeiten. Bedingt dadurch kann es für Bürger vereinzelt zu Wartezeiten und eingeschränkter Erreichbarkeit kommen“, berichtet der Bürgermeister. Ziel sei es, dass für den Fall, dass Mitarbeiter geschlossen unter Quarantäne zu stellen sind, dann eine zweite, arbeitsfähige Mannschaft der Verwaltung zur Verfügung stehe, die nicht die gleichen Kontakte hatte.

„Wir haben uns genau überlegt, welche Schritte wir als Stadtverwaltung nun gehen wollen. Es ist wichtig, dass die staatlichen Institutionen handlungsfähig bleiben“, betont Grawunder. „Es müssen nun alle Bürger und auch die Verwaltungsmitarbeiter dafür sorgen, dass keine unnötigen Infektionsketten entstehen. Dies gilt es, im Interesse der Gesundheit aller zu verhindern.“

Entsprechend werden die Einwohner gebeten, nur noch bei unaufschiebbaren und tatsächlich dringenden Angelegenheiten persönlich in der Stadtverwaltung vorbeizukommen. Die Nebenstelle Rinkerode bleibe aktuell bis auf Weiteres ganz geschlossen. „Telefonisch, online und per E-Mail stehen alle Fachbereiche grundsätzlich zu den gewohnten Zeiten zur Verfügung“, so der Bürgermeister.

von Dietmar Jeschke

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