An Hörstationen Impulse der Reformation
An fünf Hörstationen können Interessierte mit ihren Smartphones Wissenswertes zur Reformation erfahren. Das Bild zeigt (v. l.) Jutta Fliß (Presbyterin), Pfarrerin Ute Böning, Gerlinde von Werth (Presbyterin) und Pfarrer Manfred Böning.

Pointiert und humorvoll, manchmal provokativ, erfahren Hörer, wie reformatorische Gedanken bis heute wirken, zum Beispiel beim Thema Demokratie oder der Stellung von Frauen in der Kirche. Der Titel „G-Code“ stehe für „Gender-Code“, also für den geschlechtersensiblen Blick, heißt es in einer Mitteilung.

Das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Sendenhorst mit Vorhelm präsentiert dieses Projekt im Rahmen des Reformationsjubiläums-Jahres 2017 ab sofort auch für die beiden Gemeindeteile. In Sendenhorst können Spaziergänger an der Friedenskirche, am Gemeindehaus, an Schaukästen und am Gemeindebüro, in Vorhelm an verschiedenen Fenstern der Kirche und am Schaukasten am Pilz kleine Schilder entdecken, auf denen Martin Luther mit Kopfhörern und Katharina von Bora mit einem QR-Code zu sehen sind. Wer die Codes mit dem Smartphone einscannt, kann die kurzen Beiträge hören. Fünf Hörstationen sind es insgesamt, in denen Katharina von Bora und Martin Luther als fiktive Personen über unterschiedliche Themen diskutieren. Manchmal meldet sich auch Gott höchstpersönlich zu Wort. Außerdem tragen prominente Persönlichkeiten wie der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm, die Reformationsbotschafterin Margot Käßmann und Präses Annette Kurschus zur Diskussion bei.

„So bekommt man beim Spazieren gehen reformatorische Impulse mit auf den Weg“, fasst Nicole Richter, Fachbereichsleiterin im Frauenreferat der Evangelischen Kirche von Westfalen und Initiatorin des G-Code-Projektes, die Projektidee zusammen. Bei dem Projekt handelt es sich um eine gemeinsame Initiative der Konferenz der Frauenreferate und Gleichstellungsstellen in den Gliedkirchen der EKD, sowie der Konferenz der Frauenreferentinnen und Gleichstellungsbeauftragten der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Weitere Informationen zu dem Projekt im Internet unter http://www.g-code.de.

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