Aufenthalt ist eine Bereicherung
Zwölf Mädchen und Jungen besuchen auf Einladung der „Tschernobyl Aktion 2018“ Albersloh und Sendenhorst.

Es ist bereits das 19. Mal, dass Kinder aus der Region der Nuklearkatastrophe zu Gast sind.

Den Schützlingen der Initiative „Tschernobyl Aktion 2018“ tue dieser Erholungsaufenthalt gut, heißt es in einer Pressemitteilung. Das sei Fakt. Und für die Initiatoren sei dies auch Triebfeder. Mehr noch: „Auch die Familien der Gasteltern haben festgestellt, wie bereichernd sich der Besuch auf die Kinder und Gasteltern auswirkt“, teilen die Verantwortlichen weiter mit.

Positive Auswirkungen auf das Immunsystem

Dreieinhalb Wochen lang sind die Kinder aus Weißrussland in Familien in Albersloh, Sendenhorst, Drensteinfurt und Davensberg untergebracht. Diese Zeit brauche es, damit sich gesunde Luft und frisches Essen positiv auf das beeinträchtigte Immunsystem der Kinder auswirkten, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Folgen der nuklearen Katastrophe halten nicht nur an, sondern treten noch für lange Zeit bei den Menschen aus der belasteten Gegend zutage.

Die erste Woche ist nun verstrichen. Großes Heimweh hat es bisher nicht gegeben. Ein Fahrradfahrtraining mit anschließender Prüfung wurde wieder mithilfe der örtlichen Polizei organisiert. Besuche im Hallenbad in Sendenhorst und in Drensteinfurt standen auf dem Programm. Das nahmen die Kinder begeistert an.

Nachhaltiger Einfluss auf Entwicklung

Am Sonntagmorgen wurden sie im Rahmen eines Familiengottesdienstes von der katholischen Kirchengemeinde begrüßt. Tamara Pryhodzka bedankte sich im Namen der Eltern und der Kinder aus Weißrussland bei der Gemeinde für die geleistete Arbeit mit den Kindern. Sie stellte in ihrer Ansprache fest, dass der Aufenthalt in Westfalen auf die spätere Einwicklung der Kinder einen nachhaltigen Einfluss habe. So sei festzustellen, dass schulische Leistung und die Entwicklung der Persönlichkeit der Kinder positiv beeinflusst würden.

Nach dem Gottesdienst haben die Kommunionkinder der Gemeinde für jedes einzelne Kind ein Überraschungsgeschenkpaket überreicht. Die Gäste bedankten sich bei ihren Altersgenossen. Die Aktion, unterstreicht Leiterin Barbara Jeiler, laufe in diesem Jahr erneut sehr gut. Die Kinder fühlten sich bei ihren Gasteltern richtig wohl.

Eine Bitte der Schule aus Tichinitschi wurde an die Initiative herangetragen: Für den Schulsport im Winter würden Schlittschuhe der Größe 30 bis 42 benötigt. Spender können sich melden bei Elfriede Witte, Telefon: 02535/577, oder bei Agnes Hennenberg-Schütte, Telefon: 02535/1226.

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