Brennstoffzellenzüge für die WLE-Strecke
Bild: Alstom
Auf der 100 Kilometer langen Strecke zwischen Cuxhaven und Buxtehude werden bereits Triebwagen mit Brennstoffzellen-Antrieb eingesetzt. Für die Bürger für aktive Kommunalpolitik (BFA) ist der Einsatz solcher Fahrzeuge auch auf der WLE-Strecke zwischen Sendenhorst und Münster gut vorstellbar, wenn diese reaktiviert wird.
Bild: Alstom

Der Hintergrund seiner Aussage: Seit drei Monaten pendeln in Niedersachsen auf der 100 Kilometer langen Strecke zwischen Cuxhaven und Buxtehude zwei Wasserstoff-Triebwagen hin und her. Die BFA hätten sich informiert, wie der Einsatz der beiden von der Firma Alstom in Salzgitter hergestellten Prototypen von den Herstellern und den Betreibern bewertet werde, heißt es in einer Mitteilung. Denn Dr. Jens Sprotte, Leiter des Geschäftsbereichs Stadtverkehr und Systeme beim deutsch-französischen Zugbauer Alstom, hatte in der Neujahrsausgabe des „Hamburger Abendblattes“ erklärt: „Wir sind begeistert, wie es läuft. Sie funktionieren genauso gut wie Dieselfahrzeuge. Sie sind nur leiser.“

Dies habe auch Thomas Nawrocki, Leiter des Fahrzeug-Managements beim Betreiber, der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG), gegenüber der BFA bestätigt. Ein weiterer Vorteil: „Es fallen keine Abgase an. Aus dem Auspuff der Triebwagen strömt nur Wasserdampf“. Denn: Brennstoffzellen wandeln Wasserstoff und Luft in Wasser um. Dadurch entsteht Strom, der die Akkus an Bord auflädt und den Elektromotor antreibt. Noch steht die mobile Tankstelle für die Regionalzüge in Bremervörde. Doch das soll sich ändern. Thomas Nawrocki: „Wir treiben den Bau einer festen Tankstelle mit Nachdruck voran.“ Langfristig wolle man den Strom aus vor Ort erzeugter Windkraft nutzen, um Wasserstoff zu erzeugen. Dies sei Bestandteil des Gesamtkonzepts: „Damit bekommen wir einen sauberen Antrieb aus sauberen Strom für unsere Züge.“

„Wir sollten uns diese Planungen in Niedersachsen zum Vorbild nehmen“, sagt BFA-Mitglied Volker Dörken, „um die Reaktivierung der Westfälischen Landeseisenbahn so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten“. Denn mit dem Einsatz von Wasserstoff-Triebwagen sei auch all den Kritikern der Wind aus den Segeln genommen, die der Meinung seien, die Eisenbahn sei wegen der Umweltbelastung nicht zukunftsweisend und darum müssten E-Busse eingesetzt werden. Denn auch bei der WLE könnte die vor Ort verfügbare Energie aus Windkraft- oder Biogasanlagen genutzt werden, um Wasserstoff zu erzeugen: „Eine absolute Win-Win-Situation. Für die Bahn, für die Region, die Menschen und die Umwelt“, ist Dörken überzeugt.

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