Chancen und Risiken bei WLE-Rückkehr
Bild: chu
Viele Informationen zur möglichen Reaktivierung der WLE hatten für die Bürger in Sendenhorst und Albersloh (v. l.) Berthold Streffing, Heinrich Möller, Johann Ubben, Michael Geuckler, Michael Küppels, Henning Rehbaum, Stefan Knoll und Sebastian Sievers zusammengetragen.
Bild: chu

Doch das schien angesichts der Fragen, Anregungen und Kritik nebensächlich. Zur Begrüßung stellte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Stefan Knoll klar: „Eines unserer vorrangigen Ziele ist die Stärkung und Förderung der Wirtschaft vor Ort.“ Dazu gehöre die Gestaltung liebens- und lebenswerter Ortsteile für Jung und Alt, die heute an breitgefächerten Angeboten gemessen würden. „Daher brauchen wir eine gute Verkehrsanbindung nach Münster, um Münsters Vorzüge für unseren Wohnstandort zu nutzen“, sprach sich der Politiker für eine Reaktivierung der WLE aus.

Bürgermeister Berthold Streffing machte deutlich: „Unser Ziel ist es, den Bürgern ein möglichst gutes Verkehrsnetz zu bieten.“ Gleichzeitig dürfe man aber nicht die Augen vor möglichen Nachteilen für die Landwirtschaft und für manche Anwohner verschließen. „Es gibt eine Fülle von Fragen, denen wir uns stellen müssen“, räumte der Bürgermeister ein.

Michael Geuckler, Johann Ubben, Heinrich Möller und Carsten Rehers als Experten aus den Bereichen Bahn, Bus und Kreisverwaltung fassten den Planungsstand zusammen. Nach Erstellung eines neuen Oberbaus auf der 22 Kilometer langen Bahntrasse von Sendenhorst über Albersloh, Wolbeck, Angelmodde, Gremmendorf nach Münster sollen vier Haltepunkte gebaut und drei Bahnhöfe barrierefrei gestaltet werden. Von aktuell 52 Bahnübergängen sollen 29 für die Bahn aufgeschlossen und somit für anderen Verkehr verschlossen werden.

Das bedinge den Bau sogenannter bahnparalleler Seitenwege mit einer Länge von gut 3,6 Kilometern für die Ortsteile Sendenhorst und Albersloh. Beim Schall- und Erschütterungsschutz verwiesen die Experten auf ein in Auftrag gegebenes Gutachten, das feststellen soll, wo passiver oder aktiver Schallschutz erforderlich wird. Zum Thema Busverkehr machte Heinrich Möller vom Regionalverkehr Münsterland (RVM) deutlich, dass bei einer Reaktivierung der WLE die Linie R32 wegfalle. Alternativ solle eine Taxibuslinie bedarfsorientiert eingesetzt werden.

Mehr in der Ausgabe vom 8. Februar.

SOCIAL BOOKMARKS