Der Gelbe Sack ist Geschichte
Dietmar Jeschke
Bilder wie oben sind ab sofort Vergangenheit. Nach einer zweimonatigen Übergangsphase wird der Verpackungsmüll ab sofort nicht mehr in Gelben Säcken abgeholt. Die Entsorgung funktioniert nur noch über die Gelben Tonnen.
Dietmar Jeschke

Immer wieder war er Diskussionsgegenstand. Und das nicht nur nach Wind und Sturm, wenn er seinen Inhalt mitunter doch recht schnell preisgegeben hat. Sondern auch bei den regelmäßigen Entsorgerwechseln, nach denen sich das neue Personal erst einmal in das örtliche Straßennetz „einfuchsen“ musste – und in einzelnen Stadtbereichen Berge voller Gelber Säcke einfach liegengeblieben waren.

Doch all das ist nun vorbei. Mit Beginn des „Wonnemonats“ Mai ist der Gelbe Sacke endgültig Geschichte. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, werden bei der nächsten planmäßigen Abholung des Verpackungsmülls in der Woche vom 10. bis zum 15. Mai keine Gelben Säcke mehr mitgenommen. Wer noch immer welche nutzt und sammelt, wird sie als bis dahin in die jeweilige Gelbe Tonne befördern müssen.

Anfang März wurden die neuen Müllgefäße flächendeckend in der Stadt verteilt. Das allerdings – wie schon in anderen Kommunen – längst nicht in ausreichender Stückzahl. „Leider musste eine große Anzahl an Gelben Tonnen nachgeliefert werden, da sich der vorgegebene Bemessungsmaßstab für die Verteilung nur auf die Anzahl der Restmülltonnen je Haushalt bezogen hat“, teilt die Verwaltung mit. „Hier hat sich gezeigt, dass der Bedarf höher ist. Die Vielzahl an zusätzlich benötigten Gelben Tonnen wurde jetzt durch das Unternehmen ,PreZero‘ noch verteilt. In der Stadt Drensteinfurt ist somit die Gelbe Tonne flächendecken eingeführt.“

Was die Befüllung der neuen Gefäße anbelangt, so appelliert die Stadt, die ausgedienten Verkaufsverpackungen ausschließlich lose und nicht in zugezogenen Säcken – darin bilde sich ein überflüssiges Luftpolster – in die Tonnen zu befördern. „Eine leichte Verdichtung des Materials kann bei Volumenengpässen durchaus durchgeführt werden“, so die Stadtverwaltung.

Am Abfuhrtag sollten die Gelben Tonnen dann bis bis spätestens 6 Uhr morgens am Fahrbahnrand bereitstehen, wobei die Deckelöffnung zur Straßenseite zeigen muss – genauso wie bei den Restmüll-, Bio- und Papiertonnen. „Nur so können die Behälter durch die modernen Seitenladerfahrzeuge aufgenommen und geleert werden“, betont die Verwaltung. „Natürlich ist darauf zu achten, dass die Tonnen von der Straße aus für das Fahrzeug mit dem Greifarm zugänglich sind und nicht durch parkende Autos oder Bäume und Sträucher verdeckt werden.“ Sinnvoll sei es außerdem, die Tonnen paarweise zusammenzustellen, so dass mit einem Leerungshub zwei Tonnen geleert werden können. Insbesondere in Wohngebieten verringere sich dadurch die Abfuhrzeit und der damit verbundene Lärm. „Dadurch werden die Gefahrenpotenziale und die Emissionen deutlich reduziert“ heißt es weiter. Insgesamt, so die Stadtverwaltung abschließend, würden die neuen Tonnen von den Bürgern bereits „äußerst wertgeschätzt, da bei dem windigen und nassen Wetter der letzten Wochen keine gelben Säcke mehr das Straßenbild belasten“.

von Dietmar Jeschke

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