Der Körper plant den Verzicht ein
Bild: Opperbeck
Essen und Trinken am Lebensende lautete das Thema des Vortrags von Dr. Herbert Kaiser (r.). Alfons Bartoniczek von der Hospizgruppe Sendenhorst-Hoetmar zog im Anschluss ein positives Resümee. Man habe viel für die Hospizarbeit lernen können.
Bild: Opperbeck

Eine Patientenverfügung ist eine schriftliche Verfügung, die im Fall einer Unfähigkeit zur Einwilligung, zum Zeitpunkt der Festlegung noch nicht unmittelbar bevorstehende Untersuchungen des Gesundheitszustands, Heilbehandlungen oder ärztliche Eingriffe regelt.
Referent des Abends war Dr. Herbert Kaiser von der Palliativstation des Städtischen Klinikums Gütersloh.

„Fürsorge heißt auch: Akzeptieren, dass das Leben zu Ende geht und dann auch auf Essen und Trinken verzichtet werden kann.“ Das war der zentrale Gedanke des Mediziners. Er wies darauf hin, dass die Frage nach der Ernährung nicht selten auch bei ehrenamtlichen Mitarbeitern der Hospizarbeit und Angehörigen der Patienten Druck verursache. „Dann fallen solche Sätze wie ‚Du kannst deinen Angehörigen doch nicht einfach verhungern oder verdursten lassen‘“, so der Experte.

Patientenverfügung kann ohnehin schwierige Situation erleichtern

Der Referent bedauerte, dass nur 15 Prozent der Patienten heute eine Patientenverfügung abgeschlossen hätten. Eine solche Verfügung mache vieles leichter.

Den Tagen mehr Leben geben, nicht dem Leben mehr Tage

Wichtig sei, dass sich alle Maßnahmen daran orientieren, die Lebensqualität aller Betroffenen zu erhöhen, betonte Dr. Kaiser. Es müsse immer darauf geachtet werden, ob der Patient von Maßnahmen noch profitieren kann. Das Verhältnis von Nutzen und Belastung sei sorgfältig abzuwägen. Das gelte auch für den Punkt der Ernährung.

Lesen Sie den vollständigen Bericht in der Wochenendausgabe des Ahlener Tageblatts.

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