Dialog räumt mit Vorurteilen auf
Bild: Schmitz-Westphal
Mit Vorurteilen aufräumen, die andere Generation besser kennenlernen und gemeinsam Spaß haben – das waren die Ziele des ersten Treffens von Schülern der St.-Martin-Realschule Sendenhorst und Senioren des St.-Elisabeth-Stifts Sendenhorst.
Bild: Schmitz-Westphal

Für zwei Unterrichtsstunden hatten die Schüler gestern fünf Senioren aus dem St.-Elisabeth-Stift zu Gast. Pflegedienstleiter Matthias Dieckerhoff begleitete die fünf Senioren.

In Gruppenarbeit hatten Schüler und Senioren die Möglichkeit, ihre Kindheiten zu vergleichen und Fragen zu klären: Wie war Schule früher, wie sehen Senioren die jungen Menschen, und was halten die Schüler von den älteren Menschen?

Viele Kinder in den Klassen und körperliche Strafen

Dass man früher mit rund 70 Schülern in einer Klasse lernte und bei Ungehorsam mit dem Rohrstock bestraft wurde, konnten sich die Realschüler kaum vorstellen.

Klischees sind in nahezu in jedermanns Kopf

Die heutige, lockere Kleingruppenarbeit in den Klassen empfanden die Senioren als sehr interessant. Gegenseitige Vorurteile waren schnell benannt. „Die Jugend von heute spielt viel zu viel am Computer, während wir früher nur draußen gespielt haben“, sagte Seniorin Hanna Wels. Senioren seien häufig intolerant und gingen nicht mit der Zeit, hieß ein Klischee von Schülerseite. „Heute werden sogar peinliche und intime Fragen mit den Eltern geklärt. Da hätten wir früher lieber die Freundin gefragt, oder es ganz alleine mit uns ausgemacht“, berichtete Seniorin Helga Gebhardt.

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