Die gute Idee auch im Alltag umsetzen
Nicole Evering
Stolz präsentiert Birgitta Riediger, Sprecherin der Steuerungsgruppe, die Urkunde der „Fairtrade-Town“. Zur Übergabe an Bürgermeister Grawunder auf dem Wochenmarkt waren viele Interessierte gekommen.
Nicole Evering

Aus demselben Grund war am Donnerstag auch niemand vom Verein „TransFair“ aus Köln, auf den die Kampagne zurückgeht, nach Drensteinfurt gekommen. Den offiziellen Teil übernahmen deshalb kurzerhand Birgitta Riediger, Vorsitzende der hiesigen Steuerungsgruppe, und Bürgermeister Carsten Grawunder.

Der konnte auf dem Marktplatz neben interessierten Bürgern auch die drei Ortsvorsteher sowie Vertreter aller Ratsfraktionen begrüßen. Schließlich hatten diese von Anfang an einmütig große Bereitschaft zur Unterstützung signalisiert, nachdem der Eine-Welt-Kreis St. Regina den Antrag gestellt hatte, Drensteinfurt als „Fairtrade-Town“ zertifizieren zu lassen. „Stadt und Politik stehen geschlossen hinter diesem Gedanken“, betonte der Bürgermeister.

Die eigens gegründete Steuerungsgruppe habe viel Energie und Arbeit in die Sache investiert, lobte Grawunder. Es sei gut und richtig, sich auf den Weg zu machen. Doch dies sei nur der Auftakt. Es gelte, die Idee mit Leben zu füllen. „Und da muss sich jeder Verbraucher an die eigene Nase fassen, dass sich dies auch im Alltag widerspiegelt und man beim Einkaufen nicht einfach zum günstigsten Produkt greift.“ Gerade unsere Gesellschaft könne sich das leisten.

Apropos, knüpfte Birgitta Riediger an die Kosten-Thematik an: Die Stadt werde auch den einen oder anderen Euro in die Hand nehmen müssen, um das Siegel bekannter zu machen und mit ihm zu werben. Das sei in der Verwaltung schon an entsprechender Stelle eingepreist, entgegnete Grawunder.

Am Projekt „Fairtrade-Town“ beteiligen sich Vereine, Einzelhandelsgeschäfte, die Stadtverwaltung, die Kirchengemeinde St. Regina, die Teamschule, die Pfadfinder, die Katholische Frauengemeinschaft und auch die Gastronomie. Überall dort sind fair gehandelte Produkte zu kaufen oder zu genießen. Kaffee und Schokolade konnten die Interessierten dann auch gestern auf dem Wochenmarkt probieren.

von Nicole Evering

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