Drei Jahre Haft für Drogenhändler
Bild: Enz
Das Amtsgericht Ahlen hat einen 49-jährigen Sendenhorster wegen Drogenhandels zu drei Jahren Haft verurteilt.
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Der Deutsch-Italiener kann bereits ein langes Vorstrafenregister vorweisen. Im Alter von 14 Jahren hat er mit dem Drogenkonsum begonnen. Von Cannabis über Alkohol und Kokain war er schließlich zum Heroin gelangt.

Staatsanwaltschaft und Verteidigung einigten sich angesichts der Vorgeschichte, die Anklage auf acht Vorfälle zu beschränken, wenn der Angeklagte ein Geständnis ablege. Der Angeklagte ging auf Anraten seiner Verteidigerin auf diesen Handel ein. Zu dessen Gunsten wertete das Gericht den hohen Suchtdruck, dem der Mann seit vielen Jahren ausgesetzt sei. Auch eine Sachverständige bescheinigte ihm eine schwere Abhängigkeit, die man nur mit einer zeitnahen Therapie und dem Aufenthalt in einer Entzugsklinik in den Griff bekäme.

Alte Bewährungsstrafe einbezogen

Das Gericht musste in sein Urteil jedoch die in Münster verhängte Bewährungsstrafe mit einbeziehen. Daher kam der Angeklagte um eine erneute Haftstrafe nicht herum. Zu insgesamt drei Jahren wurde er schließlich verurteilt. Doch zunächst soll der Mann Therapie und Entzug in Angriff nehmen. Bringe er beides erfolgreich hinter sich, könne sich dies am Ende positiv auf die verhängte Haftstrafe auswirken, so der Vorsitzende Richter Dr. Lothar Kintrup: „Sie haben jetzt wirklich etwas zu verlieren. Ziehen Sie die Therapie durch, und meiden Sie jeglichen Kontakt zu Leuten aus dem Milieu.“ Der Sendenhorster versprach, diese Chance nutzen zu wollen.

Mehr zum Hintergrund des Drogenhändlers lesen Sie in der Ausgabe des „Ahlener Tageblatts“ vom 18. August.

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