Ermittlungen im Landgestüt und in Marielyst
 Mit „Edles Geblüt“ ist gerade der neue Münsterland-Krimi von Sabine Schulze Gronover erschienen. Ihre Dänemark-Reihe wird Ende April fortgesetzt.
Mit „Edles Geblüt“ ist gerade der neue Münsterland-Krimi von Sabine Schulze Gronover erschienen. Ihre Dänemark-Reihe wird Ende April fortgesetzt.
Mit „Edles Geblüt“ ist gerade der neue Münsterland-Krimi von Sabine Schulze Gronover erschienen. Ihre Dänemark-Reihe wird Ende April fortgesetzt.

Auf den Wolf folgt das Pferd: Den großen Tieren ist Sabine Schulze Gronover auch in ihrem neuen Buch treu geblieben. Gerade ist ihr siebter Münsterland-Krimi auf den Markt gekommen. „Edles Geblüt“ heißt er, und die Handlung spielt wieder ganz in der Nähe – auf dem Nordrhein-Westfälischen Landgestüt in Warendorf.

Eigentlich hatte die Autorin, die aus Bockum-Hövel stammt und mit ihrer Familie in Mersch lebt, gar keine Fortsetzung von „Wölfe im Münsterland“ geplant. Doch der Anfrage des KBV-Verlags konnte sie nicht widerstehen. Eben davon habe sie ja immer geträumt, erzählt sie: dass die Verlage auf sie zukommen und nicht umgekehrt. Das zeigt: Sabine Schulze Gronover, deren Erstlingswerk 2012 erschienen ist, hat Erfolg mit ihren Büchern. Auch finanziell lohnen sich das Schreiben und die daraus resultierenden Lesungen immer mehr.

Zügig hat sie sich also an ihren Schreibtisch gesetzt und einen neuen Fall um Kommissar Schmitt und den jungen Polizisten Dirk Kemper erdacht. Die Protagonisten sind dieselben, die Handlung aber ist, wie schon beim Vorgänger, in sich geschlossen. „Man könnte das zweite Buch also auch vor dem ersten lesen“, sagt die Autorin. Auf das Thema Pferde sei sie recht schnell gekommen. Das Landgestüt als Schauplatz der Handlung war dann naheliegend. Infos bekam sie von einem Insider. „Es gibt da einen Raum hinter der Sattelkammer, wo schon mal getrunken wurde und auch andere Dinge passiert sind“, verrät sie mit einem Schmunzeln. Die Premierenlesung von „Edles Geblüt“ findet am 20. März auf dem Hof Schulze Gronover in Greven, im Elternhaus ihres Mannes, statt. Im September soll es dann auch wieder eine Veranstaltung im Gewölbekeller von Haus Venne in Mersch geben.

Parallel zu diesem Münsterland-Krimi wollte auch der Ullstein-Verlag bedient werden, in dem 2018 unter dem Pseudonym Frida Gronover der erste Dänemark-Krimi erschienen ist. Dass sich im vergangenen Jahr alles so knubbelte, war einem Missverständnis geschuldet. Eine E-Mail von Ullstein, dass man nach „Ein dänisches Verbrechen“ gerne mit den Büchern um die ermittelnde Bestatterin Gitte Madsen in Serie gehen wolle, hat Schulze Gronover mit einigen Monaten Verspätung erst Ende 2018 erreicht. Zwar lag der zweite Band da schon fertig in der Schublade – den hatte sie voller Optimismus einfach schon ohne Auftrag geschrieben. Doch der Verlag konnte das Buch nicht mehr passend zur Saison 2019 auf den Markt bringen. Die Veröffentlichung von „Dänische Schuld“ wurde auf diesen April verschoben. Damit ist die Kunsttherapeutin, die in Teilzeit in der LWL-Klinik Münster und freiberuflich auf der Palliativstation des St.-Josef-Krankenhauses sowie im Hospiz „Am Roten Läppchen“ in Hamm tätig ist, in diesem Frühjahr gleich mit zwei Büchern vertreten. Ihr dritter Dänemark-Krimi wird 2021 erscheinen.

Ein Highlight aber hat Sabine Schulze Gronover in diesem Jahr noch vor der Brust. Im Oktober wird sie bei Europas größtem internationalem Krimifestival „Mord am Hellweg“ vertreten sein – zum ersten Mal. „Das war schon immer ein Traum vor mir“, gibt sie zu.

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