Festredner würdigt Bedeutung der Klinik
Beim Festakt zum 125-jährigen Bestehen des St.-Josef-Stiftes stellten sich am Samstagmorgen zum Gruppenbild (v. l.): Kuratoriumsehrenvorsitzender Wilhelm Goroncy, stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender Wilhelm Buddenkotte, Kuratoriumsvorsitzender Andreas Hartleif, Generalvikar Theo Paul, Geschäftsführerin Rita Tönjann und ihr Vorgänger Werner Strotmeier. Bild: Voss-Loermann

Anlässlich des Festaktes zum 125-jährigen Bestehen der Fachklinik hatte der Generalvikar im Bistum Osnabrück und Vorsitzende des Katholischen Krankenhausverbandes Deutschland (KKVD) die Rolle des Festredners übernommen. Er machte sie an der Geschichte fest, die schon im vorausgegangenen Festgottesdienst als Evangelium eine tragende Rolle gespielt hatte, nämlich an der des barmherzigen Samariters. Dieser habe nicht, wie es heutige Fallpauschalen verlangten, nach wirtschaftlichen Kriterien gehandelt, sondern sein Verhalten an der Situation des Kranken orientiert.

In dem Punkt schlug der Generalvikar den Bogen zu Krankenhausrealität des Jahres 2014. „Die Wahrnehmung von dem, was Kranke benötigen, steht oft im Widerspruch zur wirtschaftlichen Situation. Nicht erst in unseren Tagen haben Krankheit und Genesung mit Geld zu tun“, betonte Paul. Gesundheit zu erlangen sei immer mit Kosten verbunden gewesen. Dennoch müsse die optimale Betreuung des Kranken und eine gerechte Bezahlung für die Pflegenden angestrebt werden. Beides sei aber schwer im harten Konkurrenzkampf auf dem Gesundheitsmarkt.

 „Christliche Krankenhäuser sind offen für moderne Entwicklungen, wir sind nicht von gestern“, nahm er diese gegen Anschuldigungen in Schutz, nicht mit der Zeit zu gehen. „Wer bei Jesus in die Schule gegangen ist, braucht keinen Nachhilfeunterricht darin, was Heilen bedeutet.“ Der Patient suche eine Sorgebeziehung, so Paul weiter, keine Geschäftsbeziehung zu seinem Arzt. Daher lobte er das Motto des Sendenhorster Stiftes, das da lautet „Menschen sind uns wichtig“. Heutzutage erlebten Patienten sich zuerst als Kostenfaktor, doch: „Wir dürfen den Patienten nicht als König Kunde sehen, sondern als Abbild Gottes.“ Das gelte auch für die im Krankenhauswesen tätigen Menschen. Ihm sei dabei der Grundsatz wichtig: „Nicht der Perfektionist wird uns weiterhelfen, sondern der Mensch, der etwas wagt“, betonte der Generalvikar. Das schließe auch Fehler und Irrtümer der Handelnden mit ein. Denn wo gearbeitet werde, seien Fehler unvermeidlich.

Lesen Sie den vollständigen Bericht in der Montag-Ausgabe des „Ahlener Tageblattes“.

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