Förderung für Erweiterung nicht vor 2021
 Rund um die Fahrradabstellanlage westlich der Rinkeroder Bahngleise herrscht häufig Chaos. Die Verwaltung will nun die Abstellanlage erweitern.
Rund um die Fahrradabstellanlage westlich der Rinkeroder Bahngleise herrscht häufig Chaos. Die Verwaltung will nun die Abstellanlage erweitern.
Rund um die Fahrradabstellanlage westlich der Rinkeroder Bahngleise herrscht häufig Chaos. Die Verwaltung will nun die Abstellanlage erweitern.

Das Bild ist vielen Rinkeroder Bahnpendlern bestens bekannt: Die abschließbaren „Fahrradkäfige“ gegenüber dem Raiffeisenmarkt platzen aus allen Nähten. Und rund herum „zieren“ zahlreiche Drahtesel mangels geordneter Stellplatzalternativen Bäume und Zaungitter. Am Montag (9. März, 17 Uhr) beschäftigen sich die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses abermals mit dem Thema „Fahrradabstellanlagen am Rinkeroder Bahnhof“.

Wie Bauamtsleiter Christoph Britten in der Vorlage zur Sitzung erläutert, ist das Stellplatzproblem bereits seit Jahren bekannt. Schon 2016 habe die Verwaltung deshalb das Ingenieurbüro Gnegel damit beauftragt, eine Erweiterung der westlich der Gleise gelegenen, dreiteiligen Anlage um eine weitere Einheit zu planen. Und das, so Britten, obwohl es auf der anderen Seite der Bahn in der Regel noch ausreichend Stellplätze gab und bis heute gibt. Aber: „Den etwas weiteren Weg zur Anlage Ost nehmen viele Pendler und Bahnreisende nicht in Kauf“, so der Bauamtsleiter.

Das Verfahren zur Erweiterung der westlichen Anlage war vor vier Jahren – samt positiv beschiedenem Förderantrag – auch erfolgreich abgeschlossen worden. Gebaut wurde jedoch bis heute nicht. „Weil die Kosten der Maßnahme innerhalb kürzester Zeit so stark angestiegen waren, dass Finanzierungsplan und Förderung nicht mehr passten“, erklärt Britten. Nun soll es jedoch endlich etwas werden. Der entsprechende Beschluss wurde bereits gefasst. Die Kosten hat das beauftragte Ingenieurbüro mit rund 105 000 Euro kalkuliert, wobei die Verwaltung mit einer Förderung des NWL in Höhe von 50 000 Euro rechnet. Den entsprechenden Antrag habe die Verwaltung bereits im Januar eingereicht. „Ein Bewilligungsbescheid ist allerdings erst für das Jahr 2021 zu erwarten“, schätzt der Bauamtsleiter.

Neben der reinen Platzsituation sorgte zuletzt auch die „Schlüsselfrage“ für Diskussionen. Wie die Verwaltung einräumt, wurden für die geschlossenen Teile der Fahrradabstellanlagen sowohl in Drensteinfurt als auch in Rinkerode seit ihrem Bestehen deutlich mehr Schlüssel ausgegeben, als es Stellplätze gibt. Konkret: Auf 300 Stellplätze in Drensteinfurt kommen etwa 700 Schlüssel. Und für die bislang 66 Rinkeroder Stellplätze befinden sich 150 Schlüssel im Umlauf. Aber: „Trotz der ,Überbuchung‘ sind immer einzelne Plätze frei. Die Anlage wird von vielen Nutzungsberechtigten nur unregelmäßig, von einigen auch gar nicht mehr genutzt“, schildert Christoph Britten. „Daher werden von der Verwaltung so lange Schlüssel ausgegeben, wie freie Plätze vorhanden sind. Im Jahr 2019 waren es beispielsweise 35 Stück.“

Recht machtlos, schildert die Verwaltung, sei man mit Blick auf offensichtliche „Schrotträder“, die die Fahrradab-stellanlagen blockieren. Diese Räder einfach einzusammeln und zu entsorgen, sei nicht zulässig – sofern sie ordnungsgemäß abgestellt wurden und kein Hindernis darstellen, betont der Chef des Bauamtes. Wolle die Stadt eingreifen, so müssten die Räder nach schriftlicher Ankündigung als Fundsache behandelt und mehrere Monate am Bauhof eingelagert werden, bevor sie gegebenenfalls entsorgt werden können.

Um mehr Ordnung rund um die überdachten Stellplätze zu bekommen, plant die Stadt übrigens noch eine weitere Maßnahme – und zwar in Form von festmontierten Anlehnbügeln. „Diese Bügel haben die Situation in Drensteinfurt auf Höhe der Bushaltestellen entscheidend geordnet. Und auch in Rinkerode auf dem Pröbstingweg sind solche Bügel erfolgreich eingesetzt worden“, so Britten.

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