Gebiet an der Kreisstraße ist Favorit
Sendenhorst setzt auf Windenergie. Unklarheit herrscht über einen geeigneten Standort. Die Stadtverwaltung soll nun prüfen, ob an der Kreisstraße 4 größere Anlagen gebaut werden dürfen.

Dort stehen ab dem Wirtschaftsweg Jönsthövel bis zu den Hardtteichen bereits Windkraftanlagen. Doch ob dies überhaupt umsetzbar ist, muss erst noch geprüft werden. Und bevor man viel Geld – rund 40 000 Euro – für ein Artenschutzgutachten ausgibt, soll die Verwaltung nun erst einmal erarbeiten, ob man dort überhaupt größere Windkraftanlagen (die Rede war von bis zu 180 und 200 Metern) platzieren kann.  Denn aufgrund der Bebauung könnte es mit dem erforderlichen Abstand (500 bis 600 Meter) zu Wohnhäusern eng werden. Spätestens zur Sitzung im März soll das Thema Windkraft dann wieder auf der Tagesordnung stehen.

Zonen eins sowie drei bis acht nicht mehr in Betracht

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend im Saal des Bürgerhauses, in den sich über 40 Befürworter wie Gegner von Windkraft eingefunden hatten, also nur einen Teilbeschluss gefasst. Dieser besagt, dass die Zonen eins sowie drei bis acht für einen Ausbau nicht weiter verfolgt würden, da sie als nicht geeignet beurteilt wurden. Und die Aufnahme der Zone 2 (Angelniederung; rund 150 Hektar) in den Regionalplan soll erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, da dort keine Windräder der geplanten Ortsumgehung in die Quere kommen sollen.

Ausbau soll „maßvoll“ erfolgen

Favorisiert wurde die Zone 0, die zwischen der K 4 von Ahlen nach Sendenhorst und der Straße Ahlener Damm liegt. Doch da der Ausbau laut Bürgermeister Berthold Streffing „maßvoll“ erfolgen soll, würden die in Frage kommenden 550 Hektar aufgeteilt in den Abschnitt A (Ostteil; Jönsthövel - Hardtteiche) und B (westlicher Teil. Dieser erstreckt sich rund um den Schafberg bis über die Straße Ahlener Damm). Seitens der Verwaltung wurde bislang mit Teil A als Standort für Repowering und neue Windräder geliebäugelt, auch wenn sich in Teil B „ganz andere Wirkungen“ ergeben könnten, wie Bürgermeister Streffing einräumte.

Kein Platz mehr für Windräder?

Sprich: Die Windenergiegesellschaft Weißer Berg GBR würde die Windräder lieber im Teil B errichten. Für diesen Bereich hat sie bereits selbst ein Artenschutzgutachten in Auftrag gegeben; das Ergebnis wird für Sommer erwartet.

Gegenstimmen zum Windkraftausbau kommen von der Initiative Pro Landschaft und von Bürgern. Ihrer Meinung nach sei in Sendenhorst kein Platz mehr für Windräder.

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