Hoffen auf ein wenig Normalität
Jeschke
Bilder wie dieses wird es zwar auch in diesem Jahr mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nicht geben. Dennoch sind CDU und FDP optimistisch, dass das Erlbad angesichts der in Aussicht gestellten Lockerungsmaßnahmen zügig – und unter Coronamaßnahmen – öffnen kann.
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Die Inzidenz-Übersichtskarte des Kreises ist in weiten Teilen in tiefem Rot gehalten – und trotzdem keimt seit dem Wochenende ein wenig Hoffnung. Die Landesregierung hat den Kreis Warendorf als eine von insgesamt 14 sogenannten Modellkommunen im Land zur Lockerung von Corona-Maßnahmen ausgewählt (wir berichteten). Ob die ab dem 19. April in Aussicht gestellten Lockerungen der Corona-Maßnahmen allerdings tatsächlich kommen, ist zumindest aktuell noch fraglich. Denn als Messlatte dazu dient eine Sieben-Tages-Inzidenz auf Kreisebene von weniger als 100. Und davon war man zum Wochenbeginn mit einem Wert von 107,6 noch deutlich entfernt.

Der positiven Stimmung innerhalb der Parteien, die derzeit in Düsseldorf die Landesregierung stellen, tut dies jedoch keinen Abbruch. „Der Kreis Warendorf hat ein vielfältiges Konzept mit mehreren Projekten in den Kommunen des Kreises eingereicht. Die Projekte wurden in einer gemeinsamen Video-Konferenz mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern erarbeitet“, heißt es dazu in einer Mitteilung des CDU-Ortsverbandes.

Flächendeckenden Öffnungen von Geschäften oder Gastronomie, so die Union weiter, habe NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart allerdings ohnehin eine klare Absage erteilt. „Das Modellprojekt sah von Beginn an stets nur örtlich und räumlich begrenzte Einzelprojekte vor. Und zum Projektstart am 19. April muss die Sieben-Tages-Inzidenz auch unter 100 sein“, räumt die Union ein. Dennoch überwiege derzeit noch der Optimismus, habe man sich gemeinsam mit Landrat Dr. Olaf Gericke doch „riesig über die Entscheidung des NRW-Wirtschaftsministers gefreut“.

Hoffen auf frühe Erlbad-Öffnung

„Für Drensteinfurt sind als örtlich und räumlich begrenzte Einzelprojekte die Öffnungen des Erlbades und der beiden Fitnessstudios vorgesehen“, erklärt der heimische CDU-Fraktionsvorsitzende Markus Wiewel. „Dass wir schon bei den Haushaltsgesprächen einen Antrag für eine frühe Öffnung des Erlbades in diesem Jahr eingereicht haben, könnte sich jetzt auszahlen.“

Mit Blick auf die Umsetzung müsse jedoch ein Höchstmaß an Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger gewährleistet bleiben, damit Ansteckungen vermieden werden, so die CDU weiter. „Wir müssen bei aller Zuversicht angesichts möglicher Lockerungen unbedingt weiter Vorsicht walten lassen“, so Wiewel.

Positiv gestimmt ist auch die FDP. „Ich habe mich intensiv bei Minister Andreas Pinkwart für den Kreis Warendorf als Modellregion stark gemacht und freue mich sehr über die Entscheidung. Die gute Vorarbeit durch unseren schwarz-gelben Landrat Dr. Olaf Gericke im Kreistag auf den Feldern Testung, Nachverfolgung per LUCA-App und der Digitalisierung des Gesundheitsamtes, prädestinieren den Kreis Warendorf als Modellregion. Daher konnte sich der Kreis Warendorf gegen 46 Mitbewerber durchsetzen“, schildert der Drensteinfurter FDP-Landtagsabgeordnete Markus Diekhoff.

FDP: Wege aus dem Lockdown finden

Ziel der FDP sei es, mit der schnellen Umsetzung der Modellregion verantwortungsvolle Wege aus dem Lockdown zu finden. „Zum Start am 19. April vertrauen wir nach Monaten der Einschränkungen auch dem Willen der Bürger, an neuen Lösungen mitzuarbeiten und sich zu beteiligen“, so Diekhoff weiter. „Die Testungen und digitale Nachverfolgung ermöglichen Bildung, Wirtschaft, Kultur und Leben in unserem Kreis. Das ist eine riesige Chance für die Bürgerinnen und Bürger, einen kontrollierten Weg zu mehr Normalität zu finden.“

Zudem, erklärt der Abgeordnete weiter, könnten die massiven Beschränkungen des wirtschaftlichen Lebens überwunden werden. Die heimische Region könne sich dabei ganz nebenbei als landesweiter Vorreiter im Bereich der Innovation präsentieren. „Wir zeigen, dass der Kreis Warendorf sich vor großen Metropolen bei Digitalisierung und Innovationen nicht verstecken muss“, so Diekhoff abschließend.

von Dietmar Jeschke

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