Jansbrüder servieren musikalische Kost
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Der Vortrag des „Dichterkönigs“ Dr. Michael Bornemann (stehend) fand bei den Jansbrüdern viele Zuhörer.
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Die Frauen des Vorstands hatten einen reichhaltigen Frühstückstisch gedeckt. Zudem gab es auch schmackhafte literarische und musikalische Kost.

Für die Musik sorgte die Band ohne Namen mit Josef Reiling, Heinz Brechtenkamp sowie Petra Schlüter-Specht und Lioba Mertens-Surmann.

Viel Beifall bekamen Poesie und Prosa des Königspaares, das vom Leben aus Vergangenheit und Gegenwart der Johannisbrüder berichtete. „Mensch, der König kann toll dichten“, waren sich die Anwesenden einig.

So hatte Oberst Heinz Lütke-Verspohl in seinen Begrüßungsworten nicht zu viel versprochen, als er einen abwechslungsreichen Vormittag wünschte.

Und der König gab in seinen Werken auch ein Zeichen für sein Verständnis für das Hauptanliegen von Frauen: Während er sich zu Beginn seiner Regentschaft viele Gedanken über seine Aufgaben als König machte, „hatte die Königin ganz andere Sorgen, denn sie musste sich noch ein Kleid besorgen.“

Aber auch Königin Ilse brachte wichtige Wahrheiten im Leben von Schützenbrüdern auf den Punkt, als sie auf Münsterländer Platt von ihrer Kindheit in einer Familie berichtete, in der die Mitgliedschaft bei den Jansbrüdern selbstverständlich, aber eine gar nicht so einfache Sache war. Denn da wurden die Abende schon mal recht lang, wenn der Vater erst in den frühen Morgenstunden wiederkam.

Also die Schlussfolgerung für die Tochter: Nie ein Leben mit einem Jansbruder. Aber wie das Leben so spielt, jetzt hat sie einen zum Ehemann.

Doch der wusste nicht nur die Stimmung beim aktuellen Frühstück anzuheizen, sondern verriet auch mit poetischem Schwung mit einem Blick zurück in die Geschichte und auf die aktuellen Veranstaltungen der Johannisbrüder, wie es da zugeht: „Da ist immer was los, und dementsprechend auch die Stimmung ganz famos.“

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