Jens Elkendorf: Aus Schrott wird Kunst
Schrott wird bei Jens Elkendorf aus Drensteinfurt zu Kunst. Der 42-Jährige ist ein begeisterter Bastler. Seine Vorliebe ist es, alten Dingen neues Leben einzuhauchen. Bild:Wiesrecker

Seine Vorliebe ist es, alten Dingen neues Leben einzuhauchen. Angefangen hat alles 2002: Damals besuchte Elkendorf einen Kursus im Kunsthof Nordkirchen bei der freischaffenden Bildhauerin Regine Rostalski. „Ich entdeckte meine Liebe zum Schweißen und die Freude, im Detail kreativ zu sein“, berichtet der Künstler, der an der VHS in Ahlen als EDV-Dozent tätig ist. Seitdem entstehen unter seinen Händen die fantasievollsten Gebilde, denen zumeist eins gemeinsam ist – sie sind interaktiv.

„Ich fertige gerne Skulpturen, aber es muss auch was passieren“, ist seine Devise. So findet sich in seinem Garten an der Zumbuschstaße ein Ökostrometer, an dem ein Licht angeht, wenn man die Kurbel betätigt. Ein Fisch, der beim Zusammendrücken seines Mauls klingelt, steht direkt am Garteneingang. Das große Kugelspiel im hinteren Bereich seines Gartens ist ein Höhepunkt für Kinder. Eine Eisenkugel läuft über Heizstäbe an Kuhglocken vorbei und macht so Musik. Das meiste, was er braucht, findet er für kleines Geld auf Schrottplätzen, auf dem Trödelmarkt oder bei Ebay. Federn, Schrauben, Wasserpumpen und Ölfilter – Jens Elkendorf kann vieles gebrauchen. Und alles darf gerne angerostet sein.

Aus Letzterem stellt der Hobbykünstler kreative Lampen her, die durch viele kleine Löcher ein interessantes Lichtspiel zaubern. Jedes Teil ist ein Unikat. „Ich mache eigentlich nie das Gleiche zweimal“, betont er. Draußen im Garten, im Schuppen und im Haus finden sich seine Werke. Etwas richtig Besonderes ist ein spezielles Radio, das er aus einer alten Sterilisierbox aus dem Krankenhaus angefertigt hat. Im Inneren befindet sich ein Bluetooth-Empfänger und außen ein kleiner Lautsprecher. So lässt sich das Handy mit dem Radio verbinden. Was beim Einschalten überrascht, ist der gute Sound.

Bei solchen Arbeiten kommt ihm seine Ausbildung zum Büromaschinenmechaniker zugute, bei der er nicht nur seine Liebe zur Mechanik entdeckte, sondern auch Elektroinstallation Teil seiner Ausbildung war. Darum ist im Innern des Unikats alles vernünftig verkabelt und mit Schutzleiten ausgestattet. Dabei zeigt sich auch seine Vorliebe, alte Materialien mit neuer Technik zu verbinden, wie auch bei dem zur Taschenlampe umfunktionierten Mikroskop.

Lesen Sie mehr in der Dienstag-Ausgabe der „Glocke“.

SOCIAL BOOKMARKS