Kampf gegen Keime mit Silber belohnt
Die Hygienefachkräfte Markus Geilen und Ludger Pauli (v. l.) freuen sich über das Silber-Zertifikat der  Aktion Saubere Hände  für das St.-Josef-Stift in Sendenhorst.

Die regelmäßige und gründliche Händedesinfektion gilt als ein wesentlicher Faktor bei der Vermeidung von Infektionen insbesondere mit multiresistenten Keimen. Die Latte, um die Anforderungen für das Zertifikat zu erreichen, werde von Jahr zu Jahr höher gelegt, erläutern die beiden Hygienefachkräfte Ludger Pauli und Markus Geilen. Somit sei die Verleihung des Silber-Zertifikats für die Jahre 2016/17 ein besonderer Erfolg.

Ludger Pauli: „Die Compliance, also die Umsetzung der Händehygienemaßnahmen, hat im vergangenen Jahr in der Pflege noch einmal um mehr als zehn Prozent zugenommen im Vergleich zum Vorjahr.“ Und Markus Geilen ergänzt: „Die Mitarbeiter sind sehr engagiert und noch sensibler geworden für das Thema.“

Fünf Regeln zur Händedesinfektion

Um das Silber-Zertifikat zu erreichen, müsse eine bestimmte Ausstattung an Desinfektionsmittelspendern nachgewiesen werden, heißt es in einer Mitteilung. Allein in den Patientenzimmern der zwölf Stationen der Fachklinik seien 187 Exemplare vorhanden. Einmal jährlich seien sogenannte Compliancebeobachtungen vorgeschrieben; im St.-Josef-Stift führten die Hygienebeauftragten in der Pflege zweimal jährlich eine solche Messung zur Einhaltung der von der Weltgesundheitsorganisation definierten fünf Regeln zur Händedesinfektion durch.

Weiterer Indikator ist der jährliche Desinfektionsmittelverbrauch, der umgerechnet wird auf den durchschnittlichen Tagesverbrauch pro stationärem Patient. Außerdem vorgeschrieben sind mindestens jährliche Händedesinfektionsschulungen, ein Aktionstag sowie die Teilnahme am überregional organisierten Erfahrungsaustausch der Aktion „Saubere Hände“

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