Lieder über Sehnsucht und Heimatland
Bild: chu
Das Geschwisterpaar Fayzan und Fayzal Amini begeisterte als „Afghan Siblings“ das Publikum in der Aula der Montessori-Sekundarschule in Sendenhorst.
Bild: chu

„Wir machen das noch einmal, denn das macht so viel Spaß“, sagte Rocio Siekaup, die als Moderatorin zusammen mit Omid Salehi durch den Abend führte. Unter den Gästen war auch Mitveranstalter Matthias Greifenberg (Muko). „Wir wollen über die Musik zwanglos versuchen, zu integrieren und Menschen verschiedener Nationalitäten miteinander zu verbinden“, sagte er.

Und dieses Konzept ging erneut auf. Als erste Künstler betraten die Afghan Siblings die Bühne. Das Geschwisterpaar Fayzal und Fayzan Amini aus Mazar Il Scharif in Afghanistan war vor einem Jahr nach Ochtrup gekommen und hatte bereits Kontakte zur örtlichen Musikszene geknüpft. Die Lieder der Geschwister, die sie bereits in einem Tonstudio aufgenommen haben, handeln von Liebe, Sehnsucht und ihrem Heimatland. Mit ihren von Melancholie geprägten Stücken erreichten die Musiker mühelos das Publikum.

Auch der aus Syrien stammte Saz-Spieler Alan Bewar überzeugte mit seinen meist selbst komponierten Liedern. Begleitet wurde er von seinem Landsmann Welat Herdem, der seit einigen Monaten in Drensteinfurt lebt. Lieder, die Frieden, Freundschaft und das Leben im Allgemeinen zum Thema hatten, bedachten die Zuhörer mit viel Applaus.

Im Verlauf des Abends wurden noch weitere musikalische Leckerbissen serviert: Die Moderatoren überraschten mit spanischen Liedern und italienischen Arien. Ein junges Mädchen verwandelte einen Stuhl in ein Musikinstrument. Anschließend stellte noch eine Band ihr Können unter Beweis.

Wer in den Genuss internationaler Musik kommen will, sollte am Freitag 9. Dezember, ab 20 Uhr das Bürgerzentrum Schuhfabrik in Ahlen besuchen. Dort soll mit „One world – one stage“ wieder eine Bühne präsentiert werden, auf der durch Musik Verbindung zwischen verschiedenen Kulturen geschaffen wird.

SOCIAL BOOKMARKS