Martinsbrunnen feierlich eingeweiht
Bild: Vollenkemper
Der Martinsbrunnen, eine Kopie des Taufbeckens aus dem Vorgängerbau der jetzigen Sendenhorster St.-Martin-Kirche, ist am Samstag eingeweiht worden.
Bild: Vollenkemper

Das Original des alten Brunnens aus der Zeit um 1588 steht heute in der St.-Laurentius-Kirche in Westkirchen. „Ein Faltblatt mit einer Beschreibung der Laurentiuskirche, in der auch die Geschichte des Taufbrunnens erwähnt wird, hat ein Gemeindemitglied im Sommer 2015 im Sendenhorster Pfarrbüro abgegeben“, erläuterte Pfarrer Wilhelm Buddenkotte (Bild) am Samstag die Geschichte des Projektes. Er habe dem heimischen Steinmetz Bernhard Schemann ein Foto des Brunnens gezeigt und gefragt, ob man davon eine Kopie erstellen könne.

Doch als der Steinmetz ihm einige Wochen später einen Preis dafür genannt habe, sei das Thema fast schon wieder erledigt gewesen. Dann jedoch habe sich der Heimatfreund Bernd Höne des Themas angenommen. Dieser habe sich auf die Suche nach Sponsoren gemacht und sei dabei auf viele offene Ohren getroffen, freute sich Pfarrer Buddenkotte über das Engagement. Viele Privatpersonen, aber auch Vereine, Einrichtungen und Firmen unterstützten die Idee, den Brunnen als ein Zeichen der Erinnerung an die Sendenhorster Stadtgeschichte auf dem Kirchplatz aufzustellen.

In vielen Stunden mühevoller Handarbeit nahm die Kopie des Taufbrunnens in der Steinmetzwerkstatt im Sandfort nach und nach Gestalt an. „Im Sommer hat der Kirchenvorstand eine Wasserleitung von der Sakristei zum Standort des Brunnens vor dem Südportal der Kirche legen lassen, so dass der Brunnen demnächst ruhig vor sich hin plätschern wird“, sagte Pfarrer Buddenkotte bei der Segnung.

Gleichzeitig wird der Brunnen ein Element eines Martinsweges werden, der auf dem Kirchplatz in Sendenhorst an die Geschichte des Stadt- und Kirchenpatrons erinnern soll und demnächst unter den Linden vom Südaufgang zum Kirchplatz in Richtung Sparkasse noch ergänzt wird. Nach den Plänen des Kirchenvorstands sollen dort in den kommenden Jahren Bilder oder Skulpturen aufgestellt werden, die an drei wichtige Stationen im Leben des Martinus als Soldat, als Mönch und schließlich als Bischof erinnern, erläuterte der Pfarrer.

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