Millionen-Projekt Südflügel vollendet
Das St.-Josef-Stift Sendenhorst setzte einen Schlusspunkt hinter sein Projekt Südflügel. Das Bild zeigt: (v. l.) Geschäftsführer Dr. Ansgar Klemann, Bürgermeister Berthold Streffing, Pflegedirektor Detlef Roggenkemper, Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Michael Hammer, Kuratoriumsvorsitzender Werner Strotmeier und Technischer Leiter Peter Kerkmann.

Mehr Raum und Komfort für Patienten, Platz für zusätzliche Betten sowie bessere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter waren die wesentlichen Ziele. Knapp 20 Millionen Euro investierte das St.-Josef-Stift in den Südflügel.

Gestiegenem Raumbedarf Rechnung getragen

„Das Gebäude mit dem neuen Südeingang strahlt eine Kompetenz aus, die Patienten, Besucher und Mitarbeiter im Inneren mit Recht erwarten. Beides muss passen.“ Mit diesen Worten unterstrich Kuratoriumsvorsitzender Werner Strotmeier die Bedeutung des Südflügels als bauliches Pendant zur Expertise und Qualitätsstrategie der Fachklinik mit bundesweitem Einzugsgebiet und ihrer Rolle als großer Arbeitgeber in der Region.

Die enorme Leistungssteigerung in den vergangenen Jahren und deutlich mehr Mitarbeiter hätten zu mehr Raumbedarf geführt, heißt es in einer Mitteilung. Statt ursprünglich 15 Quadratmeter Nutzfläche pro Patient im Bettenhaus biete der Südflügel nun 25 Quadratmeter mit einem hohen baulichen Standard für alle Patienten und einem entsprechenden Nebenraumprogramm für die Pflege. Zusätzlich sei das Wahlleistungsangebot auf zwei separaten Ebenen mit Ein- und Zwei-Bett-Zimmern gestärkt worden. Raum- und Wegekonzept im Südflügel bündelten Funktionen, schafften kurze Wege und bildeten die Abläufe moderner Pflege ab.

„Innovative Konzepte der heilenden Architektur fördern Genesung“

„Nachweislich fördern innovative Konzepte der heilenden Architektur den Genesungsprozess der Patienten“, sagte Geschäftsführer Dr. Ansgar Klemann. „Farbe, Licht und Wegeführung schaffen Orientierung und Klarheit. Das Bettenhaus war im Baujahr 1972 seiner Zeit voraus. Der Südflügel ist heute seiner Zeit voraus, mit seiner besonderen baulichen Architektur vielleicht auch deutschlandweit.“

Eine Herausforderung war die bauliche Umsetzung im laufenden Betrieb. Viele interne Umzüge mussten – unter anderem mit Unterstützung des Patientenmanagements – bewältigt werden, Pflegeteams wurden neu zusammengesetzt und waren mit großen organisatorischen Veränderungen gefordert. Dazu kam der nicht zu vermeidende Baulärm, der Patienten wie Mitarbeitern Geduld abverlangte. Sondereinsätze waren auch bei den Mitarbeiterinnen der Perfekt Dienstleistungen GmbH erforderlich, die abends und am Wochenende alles wieder blitzblank reinigten.

Weitere Bauvorhaben stehen an

Den größten Applaus bei der Freigabe des Südflügels am St.-Josef-Stift Sendenhorst erhielt der technische Leiter Peter Kerkmann. „Er hat Außergewöhnliches geleistet, war von morgens bis abends von Architekten, Fachingenieuren, den eigenen Handwerkern sowie von Fremdfirmen gefragt und gefordert. Ständig hatte er mindestens zehn Bälle in der Luft“, würdigte Kuratoriumsvorsitzender Werner Strotmeier den Baufachmann des Stifts.

Der Abschluss des Südflügel-Projekts überlappt sich bereits mit neuen Bauvorhaben des St.-Josef-Stifts. Zurzeit wird die Station A2 erneuert. Zudem steht die Erweiterung der Küche in den Startlöchern. Darüber hinaus reifen bereits die Pläne zur Ertüchtigung des Klausurgebäudes. Zum Südflügel-Projekt gehören mehrere große Bausteine. So entstanden in dem 2015 fertiggestellten Neubau fünf Pflegestationen mit modernen Pflegestützpunkten, einem optimierten Nebenraumprogramm und zwei eigenen Wahlleistungsebenen, das Spithöver-Forum als neue Mitarbeitercaféteria und zentraler Veranstaltungsraum sowie im Sockelgeschoss Werkstätten der Betriebstechnik.

So sah der Südflügel des St.-Josef-Stifts in Sendenhorst noch vor fünf Jahren aus.

Anschließend wurde das vorhandene Bettenhaus im laufenden Betrieb um eine Patientenebene aufgestockt und in den darunter liegenden Etagen bis Ende 2017 kernsaniert und auf Neubaustandard gebracht. 2018 wurde der neue Südeingang gebaut, der zusammen mit einem zusätzlichen Mitarbeiter-Bistro und einem Schulungsraum eingeweiht wurde. Im Zuge der Neugestaltung der Außenanlagen wurde auch der neu angelegte Rosengarten fertiggestellt.

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