Mit der Limousine durchs „Revier“
Raiffeisen
In Freckenhorst, wo seine Karriere begann, pflanzte Norbert Hunkemöller einen Baum.
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Im Jahr 1991 hatte er im Raiffeisen-Markt Freckenhorst seine Arbeit mit damals 18 Mitarbeitern als Geschäftsführer begonnen. Nach nun insgesamt 30 Jahren Verantwortung in der Raiffeisen Warendorf eG sowie im Genossenschaftswesen hat sich Norbert Hunkemöller in den Vorruhestand verabschiedet, heißt es im Bericht der Genossenschaft. Und das mit einer letzten Runde zu allen Standorten.

Dabei betonte er, „stolz und dankbar zu sein“, dass er eine solide aufgestellte Raiffeisen-Genossenschaft mit heute 135 Mitarbeitern an seinen Nachfolger Reinhold Schmidt übergeben könne. „Es war für mich eine schöne Zeit, was sicherlich an der hervorragenden Zusammenarbeit mit Vorstand, Aufsichtsrat, Kunden, Lieferanten und nicht zuletzt mit tollen Kollegen gelegen hat. Gemeinsam haben wir viel erreicht.“

Mit Reinhold Schmidt habe die Genossenschaft einen „ausgewiesenen Kenner des genossenschaftlichen Verbundes“ mit landwirtschaftlichem Hintergrund gefunden, so der scheidende Geschäftsführer.

Für den Abschied hatten sich die Mitarbeiter etwas Besonderes einfallen lassen. Da coronabedingt keine Feierlichkeiten denkbar waren, wurde der scheidende Chef mit einer siebentürigen Limousine durch das Kundengebiet der Genossenschaftchauffiert, wo die Kollegen mit reichlich Abstand aber umso herzlicher auf ihn warteten, um sich mit kleinen Präsenten zu verabschieden, schreibt die Genossenschaft.

Standesgemäß wurde er vom neuen Geschäftsführer Reinhold Schmidt mit einem Straßenkreuzer des Unternehmens „Taxi Fritz“ abgeholt. Tochter Marie Fritz, selbst Mitarbeiterin der Raiffeisen Warendorf, hatte die entsprechende Kleidung angelegt, um den Wagen zu fahren. Durch Warendorf und Gröblingen ging es zunächst zum Standort Sassenberg, wo in der Halle bei frischer Luft ein heißer Kaffee serviert wurde.

Weiter ging es über Vohren und Buddenbaum zum Verwaltungsstandort Enniger. Nach und nach verabschiedeten sich auch hier die Mitstreiter aus Buchhaltung, Disposition, Mischwerk und Lager, und einige Kraftfahrer nahmen lautstark Abschied. Nach einer ausgiebigen Stärkung im kleinen Rahmen führte der Weg über Vorhelm und Tönnishäuschen nach Sendenhorst, wo der neue landwirtschaftliche Standort erst im vergangenen Jahr an Raiffeisen-Markt und Raiffeisen-Tankstelle angegliedert worden war. Auch dort wurde das „Oberhaupt“ gebührend verabschiedet, insbesondere durch den ehemaligen Geschäftsführer-Kollegen Paul Borgmann. Durch Wessenhorst und Hoetmar führte der Weg zum Flüssiggaslager, wo die Lkw-Fahrer Norbert Hunkemöller mit Lichthupen begrüßten. Nach dem Start von etlichen raiffeisen-grünen Luftballons und einer kleinen süßen Stärkung musste der Bald-Rentner dann doch noch einmal Hand anlegen. Die Beschäftigten in der Schlosserstraße in Freckenhorst hatten an dem Standort eine Pflanzgrube ausgehoben, an dem Norbert Hunkemöller seine beruflichen Wurzeln hat, „um dort die Wurzeln eines Baumes in die Erde zu stecken, der als Anerkennung für seine geleistete Arbeit verstanden werden soll“, schreibt die Genossenschaft.

Neben der ständigen Weiterentwicklung des Personalstammes und des Fuhrparks sei es auch immer ein großes Anliegen von Norbert Hunkemöller gewesen, keinen Investitionsstau bei der Infrastruktur aufkommen zu lassen. Mit sicherer Hand, dem passenden „Riecher“ und dem nötigen Quäntchen Glück habe er die Geschäftszweige Pflanzenöl und Flüssiggas ausgebaut, die nach der Fusion mit der Raiffeisen Sendenhorst eG im Jahr 2004 zum Geschäftsfeld der Raiffeisen-Markt Freckenhorst eG hinzukamen.

Nach dem Ausscheiden von Paul Borgmann im Jahr 2007 führte Norbert Hunkemöller die Raiffeisen Warendorf als hauptamtliches Vorstandsmitglied alleine. Eine ganze Reihe von Umbauten, Neubauten und sonstigen Neuerungen hat es seit der Zeit seiner Geschäftsübernahme gegeben, besonders auch in Sendenhorst.

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