Nach Doggen-Attacke außer Lebensgefahr
Bild: Wiesrecker
Außer Lebensgefahr ist eine Frau, die in Drensteinfurt von vier Doggen auf einem Wirtschaftsweg angegriffen wurde.
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Dass die Polizei in so einem Fall ein Strafverfahren einleitet, ist laut Pressesprecherin Susanne Dirkorte-Kukuk Standard.

Der Vorfall hatte sich am Samstagabend gegen 19.35 Uhr ereignet. Er sorgt mittlerweile bundesweit für Schlagzeilen.

Die Hundehalterin war mit ihren Tieren spazieren gegangen. Das 53-jährige Opfer kam der 48-jährigen Hundehalterin als Spaziergängerin entgegen. Daraufhin wies die Frau die Hunde an, sich auf den Grünstreifen zu legen. Eins der Tiere sprang unvermittelt auf und biss die 53-jährige Frau aus Drensteinfurt. Diese erschrak und stieß einen Schrei aus. Daraufhin sprangen die drei weiteren Hunde ebenfalls auf und fielen die Drensteinfurterin an.

Hunde waren nicht angeleint

Die Hunde waren laut Polizei nicht angeleint. Doggen dürften grundsätzlich außerhalb von Ortschaften frei laufen, sagte Martin Brinkötter, Leiter der Ordnungsbehörde der Stadt Drensteinfurt. Der Halter müsse aber jederzeit sicherstellen, dass von den Tieren keine Gefahr für die Allgemeinheit ausgehe. Wer eine Dogge halten will, muss das dem Ordnungsamt anzeigen.

Die Hundehalterin versuchte, auf die Doggen einzuwirken, was ihr zunächst nicht gelang. Sie fiel gemeinsam mit der 53-Jährigen hin und versuchte laut Polizeibericht, die Geschädigte mit ihrem Körper vor weiteren Bissen zu schützen. Kurz drauf erlangte die 48-Jährige die Kontrolle über die Hunde zurück und sicherte diese.

Bei dem Vorfall wurden beide Frauen verletzt und durch Rettungskräfte versorgt. Das Opfer soll Dutzende Bisswunden erlitten haben. Die 53-Jährige war bis Sonntag in Lebensgefahr. Diese besteht nach Angaben eines Angehörigen nicht mehr. Die vier Tiere wurden auf Anordnung des Ordnungsamtes der Stadt Drensteinfurt eingeschläfert.

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