Nach Überfall: Zeugen halten Räuber fest
In Drensteinfurt ist ein 83-Jähriger überfallen worden. Zeugen haben einen der beiden Ganoven festgehalten.

Gegen 11.50 Uhr wurde der 83-Jährige auf der Sendenhorster Straße in Drensteinfurt von zwei jungen Männern angesprochen. Sie zeigten dem Opfer einen Zettel und baten um eine Spende. Dies war jedoch nur ein Vorwand, um an die Geldbörse des Mannes zu kommen. Als der 83-Jährige sein Portemonnaie öffnete, griffen die Spitzbuben zu.

Ein Zeuge bemerkte dies und eilte dem 83-jährigen zu Hilfe. Beide Räuber hatten es auf Geldscheine im Portemonnaie abgesehen. Mit Hilfe von noch weiteren Passanten konnte ein Ganove festgehalten werden. Ein weiterer konnte sich jedoch losreißen und weglaufen.

Auf der Flucht verlor er zunächst seine Beute, hob das Geld jedoch wieder auf und flüchtete. Wie viel Geld der Räuber erlangt hat, steht laut Polizei noch nicht fest.

Der vorläufig Festgenommene ist nach ersten Ermittlungen 17 Jahre alt. Er ist bereits wegen Diebstahls in Erscheinung getreten und stammt aus Rumänien. Sein Aufenthaltsort in der Bundesrepublik ist nicht bekannt. Es wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Der flüchtige Täter war etwa 1,70 Meter groß und hatte kurze, dunkle Haare. Er trug eine blaue Trainingsjacke mit blauen Streifen.

Die Polizei warnt vor Trickdieben und Betrügern. Diese nutzten die Arglosigkeit und Hilfsbereitschaft ihrer Opfer schamlos aus, schreibt die Polizei in einer Mitteilung.

Die Vorgehensweisen ähnelten sich dabei: Mal bäten sie wie im vorliegenden Fall um Spenden, mal fragten sie um Kleingeld für den Parkscheinautomaten. In allen Fällen zielten sie darauf ab, dass die Menschen die Geldbörse hervorholten. Plötzlich griffen sie dann zu, warnt die Polizei.

Am 13. August dieses Jahres hatte es in Drensteinfurt einen ähnlichen Fall gegeben. Damals wurde eine Kundin an einem Geldautomaten während des Abhebens abgelenkt. Die Polizei prüft, ob diese Tat mit der von heute in Zusammenhang steht.

Die Polizei nimmt Hinweise auf verdächtige Personen entgegen unter Telefon 110.

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