Öffentliche „Digitale Schaufenster“
Christiane Husmann/Annette Metz
Sowohl der neue Anbau von Haus Siekmann in Sendenhorst als auch eine Fläche am Albersloher Ludgerushaus könnten für sogenannte „Digitale Schaufenster“ zur Verfügung stehen. Noch gibt es kein abschließendes „Go“, doch die Politik beauftragte die Verwaltung das Projekt weitervoranzubringen.
Christiane Husmann/Annette Metz

Noch sind nicht alle Detailfragen geklärt, doch im Prinzip sind sich alle Beteiligten in den politischen Beratungen einig. Aus der Idee des Künstlers Jürgen Krass, die Giebelfläche des neu errichteten Multifunktionsraum am Haus Siekmann mit einer Lichtinstallation zu bespielen, ist die Projektskizze „Digitale Schaufenster in Sendenhorst und Albersloh“ entstanden. Die Umsetzung soll nach Beratungen im Ausschuss für Bildung, Kultur und Freizeit, sowie im Finanzausschuss weiter vorangebracht werden.

Die „Digitalen Schaufenster“ könnten vielfältige Nutzungsmöglichkeiten für die Stadt, für Einrichtungen, Vereine und Verbände und nicht zuletzt für Künstlerinnen und Künstler bieten, ist der Projektskizze zu entnehmen. In beiden Ortsteilen sollen identitätsstiftende Baudenkmäler, das Haus Siekmann in Sendenhorst und vermutlich das Ludgerushaus in Albersloh, mit Hilfe von Lichtinstallationen in „Szene“ gesetzt werden und auf ihre inhaltliche Arbeit oder ihre Geschichte aufmerksam gemacht werden.

Neben dem Einsatz der „Digitalen Schaufenster“ für Kunstprojekte sollen sie auch von der Stadt genutzt werden als niederschwelliges und bürgernahes Medium, um Bürgerinnen und Bürger über besondere Vorhaben wie Bürgerbeteiligungen, Bauvorhaben oder über größere Veranstaltungen (etwa Jubiläen) mittels (Außen-)Projektionen zu informieren und Beteiligungen leichter zugänglich zu machen.

Darüber hinaus seien die „Digitalen Schaufenster“ ausdrücklich auch dazu gedacht, Einrichtungen wie Schulen oder Kindertageseinrichtungen sowie Vereinen die Möglichkeit zu geben, diese mit Informationen über Projekte und Vorhaben zu bespielen.

Die „Digitalen Schaufenster“ richten sich generationsübergreifend an Bürgerinnen und Bürger und Gäste der Stadt, heißt es in dem Projektentwurf. Als Kooperationspartner würde sich in Sendenhorst der Förderverein Haus Siekmann beteiligen. In Albersloh sind Gespräche dem Heimatverein Albersloh und der Katholischen Kirchengemeinde St. Martinus und Ludgerus geführt worden, heißt es in den Ausführungen weiter.

Im Garten des Kulturzentrums „Haus Siekmann“ könnten zunächst die technischen Voraussetzungen für eine Videoinstallation geschaffen werden. Als Projektionsfläche für ein erstes Kunstprojekt soll dann die Giebelfläche des neu errichteten Anbaus des Sozio-kulturellen Zentrums dienen. Als Projektionsfläche für ein erstes Projekt in Albersloh käme eine Fläche am Ludgerushaus an der Wiemhove in Frage. Die beiden Projekte würden in Sendenhorst von Jürgen Krass und in Albersloh von Gerald Konert umgesetzt.

Für die Zukunft ist auch die Ausrichtung einer Kunstbiennale (oder auch Triennale) angedacht. Dann könnten Künstlerinnen und Künstler die Möglichkeit erhalten, die vorhandenen Flächen mit Lichtinstallationen im Rahmen einer zeitlich begrenzten Ausstellung zu bespielen.

Die Projektidee wurde inzwischen der Arbeitsgemeinschaft „8Plus-VITAL.NRW im Kreis Warendorf e.V.“ eingereicht. Dort wird über das Projekt in der nächsten Sitzung in diesen Tagen beraten. So hoffen die Initiatoren auf finanzielle Förderung. Denn insgesamt würde alleine die technische Anlage rund 40 000 Euro kosten, ist der Projektidee zu entnehmen. Mit einer Teilsumme von rund 18550 Euro könnte das Projekt aus den Restmitteln der Sparkassengewinnausschüttung unterstützt werden.

Endgültig grünes Licht wird es aber erst nach weiteren Beratungen in den Fachausschüssen geben.

von Annette Metz

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