Partnerstädte feiern „Silberhochzeit“
Bild: Otto
Die „Männer der ersten Stunde“ blickten auf die Entstehung der Städtepartnerschaft zurück und beschrieben die entscheidenden Stunden (v. l.): Dr. Benno Fellenberg, Wolfgang Becher, Jürgen Hahn (alle Kirchberg), Wolfram Opperbeck, Heinrich Kuhrmann, Bernhard Daldrup, Heinrich Wiegard und Franz-Josef Reuscher.
Bild: Otto

Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Friedenskirche begann die Feier zum silbernen Stadtjubiläum, die anschließend im Bürgerhaus im weltlichen Rahmen fortgesetzt und von Uschi Puke moderiert wurde. 25 Jahre Mauerfall haben 25 Jahre Städtepartnerschaft erst möglich gemacht, betonten Bürgermeister Berthold Streffing (Sendenhorst) und seine Amtskollegin Dorothee Obst (Kirchberg). Die Kirchberger waren zum Jubiläum eigens mit einem Bus angereist und hatten neben den damaligen Partnerschaftsgründern auch Vertreter des Stadtrates, aus Vereinen, der Feuerwehr und vor allem eine große Gruppe Jugendlicher mitgebracht. Mehr als 30 Mädchen und Jungen des Kirchberger Gymnasiums traten unter der Leitung von Silke Fink als Schulorchester auf und präsentierten so die kommende Generation, die die Partnerschaft am Leben halten soll.

Auf Goldhochzeit hinarbeiten

Dass in den kommenden 25 Jahren zielstrebig auf die „Goldhochzeit“ hingearbeitet wird, machten Streffing und Obst unisono deutlich. Sagte einst Bundeskanzler a. D. Willy Brandt „Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört“, so sei diese Partnerschaft der gelebte Beweis, dass Deutsche in Ost und West sich unabhängig von der jeweiligen Gesellschaftsform und den politischen Rahmenbedingungen aufeinander eingelassen haben. Und auch den seinerzeit amtierenden Bundeskanzler Helmut Kohl, der von sich entwickelnden blühenden Landschaften gesprochen hatte, haben sich beide Gemeinden zum Vorbild genommen. Denn die Sendenhorster halfen zum Beispiel beim Aufbau der Kirchberger Verwaltung mit Rat und Tat.

Ehe es an den Rück- und Ausblick auf die Städtepartnerschaft ging, sprachen die Landtagsabgeordneten Henning Rehbaum (CDU) und Annette Watermann-Krass (SPD) zum Tag der Deutschen Einheit. Sie legten auch dar, wie sie seinerzeit die historischen Tage erlebt haben. „Ich war kaum in der Lage, meinen Kindern zu erzählen, was da gerade passiert“, erinnert sich Watermann-Krass: „Wir bauten gerade die Mauern für unser Haus und in Berlin wurde die Mauer eingerissen.“ Symbolischer gehe es kaum. Rehbaum hingegen ist dankbar, dass seine Generation als Schüler Geschichte live erleben durfte: „Es wurde eine einmalige politische Chance genutzt!“

Ausführlicher Bericht in der gedruckten Ausgabe des „AT“ am Montag, 5. Oktober.

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