Pilger auf Spuren des Heiligen Martin
Die Pilger aus Sendenhorst und Albersloh besichtigten auch die Kathedrale von Amiens, die größte gotische Kathedrale der Welt.

Die erste Station war die Stadt Amiens nördlich von Paris, die im vierten Jahrhundert eine große römische Garnisonsstadt war. Vor den Toren dieser Stadt hatte der damals 18-jährige Soldat Martinus seinen Mantel mit einem frierenden Bettler geteilt. Diese Geschichte, die auch mehr als 1600 Jahre später vermutlich fast jedes Kind kennt, und ein nächtlicher Traum, in dem sich Christus für den Mantel bedankte, wurden für den jungen Hauptmann Martinus zum Schlüsselerlebnis seines Lebens.

Dann ging es weiter an die Loire. Eine Messe wurde im Dörfchen Ligugé gefeiert, wo Martin das erste Kloster des Abendlandes gegründet hatte. Tours, die Bischofsstadt des Heiligen Martin, war die nächste Station. Pfarrer Wilhelm Buddenkotte, der die Fahrt geplant hatte und auf dem Weg auch geistliche Impulse gab, übernahm die Führung durch die Stadt. Von der Kathedrale St. Gatien ging es zur Grabeskirche des Heiligen Martin, in der die Teilnehmer auch die Gedenksteine fanden, die bei früheren Gemeindewallfahrten 1997 und 2003 und an die Firmfahrten auf Martins Spuren, die es seit 2004 gibt, erinnern.

Am vierten Tag wurde eine Messe in Candes-Saint-Martin, dem Sterbeort von Martinus, gefeiert. Die Gruppe machte noch bei einem Weinbauern Station. „Der Heilige Martin hat es geschafft, dass er sowohl zum Patron der Abstinenzler als auch zum Patron der Weinbauern geworden ist“, erklärte Pfarrer Buddenkotte. Am Grab des Martinus wurden die Pilger Zeugen eines besonderen Ereignisses in Tours. Eine große Statue des Bischofs wurde nach ihrer Renovierung gesegnet und wieder auf die Kuppel der Grabeskirche gesetzt.

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