Prozessionsspinner den Kampf ansagen
Im Kampf gegen Eichenprozessionsspinner hat die Johannesbruderschaft Sendenhorst im Bürger- und Schützenwald Nistkästen für Meisen aufgehängt. Die Vögel gelten als Feinde des Spinners. Sie sollen die Raupen in einem frühen Entwicklungsstadium fressen. Das Bild zeigt (v. l.) Hans-Günter und Ulrich Ermer, die Söhne von Sponsorin Magdalene Ermer.

Im Oktober 2006 entschied die Herbstversammlung der Johannisbruderschaft einstimmig, im Bürger- und Schützenwald eine Johannisallee entstehen zu lassen. Aus den seiner Zeit noch jungen Eichen, die nach dem Beschluss gepflanzt worden sind, hat sich im Laufe der Jahre eine prachtvolle Allee entwickelt, deren Bestand seit dem Sommer vorigen Jahres durch den Befall mit Eichenprozessionsspinnern stark gefährdet ist. Dagegen wollen sich die Johannisbrüder mit umweltschonenden Maßnahmen wehren.

Sponsorin stiftet 20 Nistkästen

Magdalene Ermer, Ehefrau des vor einigen Jahren verstorbenen langjährigen Mitglieds der Johannisbruderschaft, Bodo Ermer, spendete der Bruderschaft 20 Nistkästen, in denen sich Meisen niederlassen und brüten sollen. Meisen als natürliche Feinde des Eichenprozessionsspinners sollen die Raupen in einem frühen Entwicklungsstadium fressen, wenn sie noch keine Gifthaare haben. Die beiden Johannisbrüder und Söhne der Sponsorin Hans-Günter und Ulrich Ermer hatten sich zuvor über die richtigen Standorte an den Bäumen für die Nistkästen sachkundig gemacht und diese in einem gemeinsamen Arbeitseinsatz in der Johannisallee angebracht. „Nun wollen wir nur hoffen, dass die Meisen auch wissen, warum wir die Nistkästen für sie hier aufgehängt haben. Ansonsten müssen wir die Mietverträge nach einem Jahr wieder kündigen“, sagen die Brüder augenzwinkernd nach Abschluss der Aktion. Sie hoffen, dass die Johannisallee in ihrem Bestand erhalten bleibt.

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