SEK nimmt 33-Jährigen in Gewahrsam
Bild: Lange
Das Spezialeinsatzkommando rüstet sich für den Einsatz.
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Eine Angehörige hatte die Beamten gegen 7 Uhr darüber informiert, dass der 33-Jährige in seinem Haus in der Ahornstraße randalieren würde. Er habe sich mit Benzin übergossen und hantiere mit Gas. Als eine Streife nach dem Rechten sah, nahm sie den Geruch von Benzin und anderen chemischen Stoffen wahr. Bei der polizeilichen Kontaktaufnahme mit im Haus lebenden Angehörigen bestätigte sich nicht, dass sich der Mann mit Benzin übergossen hatte. Allerdings verfügte er über kleinere Gasbehälter und einen Benzinkanister.

Der Mann habe sich äußert aggressiv gegenüber der Polizei verhalten, teilte Pressesprecherin Susanne Dirkorte-Kukuk mit. Da der 33-Jährige unberechenbar wirkte und auch die Großeltern nichts hätten ausrichten können, hätten die Beamten die Angehörigen in Sicherheit gebracht und die Umgebung weiträumig abgesperrt. Direkte Anwohner hätten ihre Häuser verlassen müssen. Einige Nachbarn sowie die Angehörigen seien von der Polizei betreut worden. Die Polizei rückte mit einem Spezialeinsatzkommando (SEK) an, deren Mitglieder sich unter den Blicken vieler Neugieriger auf ihren Einsatz vorbereiteten. Ebenso waren die Feuerwehr sowie der Rettungsdienst samt Notarzt zur Stelle.

Strom und Gas abgestellt

Obwohl eine Verhandlungsgruppe den nun im Wohnhaus isolierten 33-Jährigen anzusprechen versuchte, habe dieser nicht reagiert, so Susanne Dirkorte-Kukuk weiter. Vorsichtshalber seien Strom und Gas in der Straße für zwei Stunden abgestellt worden. „Es bestand der Verdacht, dass der Mann an den Gasleitung herum manipuliert“, teilte die Pressesprecherin weiter mit. Ein Funkenschlag hätte eine Explosion auslösen können.

Schließlich habe das SEK den 33-Jährigen im Haus außer Gefecht gesetzt. Dabei habe der Mann leichte Blessuren davon getragen. Den Worten Susanne Dirkorte-Kukuks zufolge habe der Walstedder einen verwirrten Eindruck hinterlassen. Ob dieser von Drogen oder Medikamenten herbei geführt worden sei, bestätigte sie nicht. Wahr sei allerdings, dass der Mann einen Drogenhintergrund habe und an entsprechenden Programmen teilnehme.

Mann in Psychiatrie

Nach ärztlicher Untersuchung wurde der Walstedder in ein psychiatrisches Krankenhaus eingeliefert. Bei der Durchsuchung des Hauses fanden die Einsatzkräfte Cannabispflanzen, so dass gegen den Mann ein Strafverfahren eingeleitet wurde. Kurze Zeit nach dem SEK-Zugriff wurden Strom und Gas wieder angestellt.

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