Sieben Einkommensmillionäre in der Stadt
Dietmar Jeschke
Drensteinfurt gehört nach wie vor zu den „Städten der Besserverdienenden“. Das zeigt sich nicht nur in der allgemeinen Einkommensstatistik, sondern auch an der Zahl der im Ort lebenden Einkommensmillionäre.
Dietmar Jeschke

Die Zahl der Einkommensmillionäre in der Stadt Drensteinfurt wächst weiter. Wie das Landesamt für Information und Technik in seiner jüngsten, allerdings auf Daten des Jahres 2016 beruhenden Veröffentlichung mitteilt, verdienen demnach sieben Drensteinfurter jährlich über eine Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren es noch fünf Einwohner. Das bedeutet statistisch, dass auf 10 000 Einwohner 4,5 Einkommensmillionäre kommen, womit die Wersestadt Rang 62 unter den 396 Städten und Gemeinden im Land Nordrhein-Westfalen belegt. In der Nachbarstadt Sendenhorst gab es im zugrunde gelegten Berichtsjahr fünf Einkommensmillionäre (Rangziffer 91). In Ahlen waren es neun (Rang 225), in Beckum und in der Kreisstadt Warendorf jeweils 14 (Rang 89 und 94). Im gesamten Kreis waren es 82, wobei Sassenberg die einzige der 13 kreisangehörigen Kommunen ohne Einkommensmillionäre war.

In NRW stieg die Zahl der Einkommensmillionäre im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent auf 5279. Wie das Statistische Landesamt anhand der jetzt vorliegender Ergebnisse der Lohn- und Einkommensteuerstatistik des besagten Jahres mitteilt, ergab sich im Landesdurchschnitt eine Quote von rund drei Millionären pro 10 000 Einwohner.

Die höchste „Millionärsdichte“ verzeichnete Meerbusch im Rhein-Kreis Neuss mit einer Quote von 16,9 je 10 000 Einwohner gefolgt von Herdecke im Ennepe-Ruhr-Kreis mit 11,0 und Roetgen in der Städteregion Aachen mit 10,5. Düsseldorf lag als erste Großstadt auf Platz zwölf. In absoluten Zahlen betrachtet, standen die Städte Köln und Düsseldorf mit 494 und 463 Einkommensmillionären auf den ersten Plätzen.

„Bei der Interpretation der Ergebnisse ist zu berücksichtigen, dass in der vorliegenden Statistik zusammen veranlagte Ehegatten als ein Steuerpflichtiger gezählt werden. Die Zahlen beruhen auf den Ergebnissen der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2016“, teilt das Landesamt mit. „Sie können erst jetzt veröffentlicht werden, weil die anonymisierten Steuerdaten von den Finanzbehörden erst nach Abschluss aller Veranlagungsarbeiten für statistische Auswertungen zur Verfügung gestellt werden. Die hier dargestellten Informationen sind damit die aktuellsten, die zurzeit verfügbar sind“, heißt es in der Mitteilung abschließend.

von Dietmar Jeschke

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