Spitzenpreis von 26.000 Euro für Kalb
Für das fünf Monate alte Kälbchen Dolce Vita zahlte jemand 26 000 Euro.

Sein fünf Monate altes Kälbchen Dolce Vita ist mit einem Verkaufspreis von 26.000 Euro Verkaufsschlager des Tages gewesen.

90 Kühe und etwa 100 Kälber unterschiedlichsten Alters, dazu 5 bis 10 Zuchtbullen, leben auf dem Hof von Alois Loddenkemper in Rinkerode. Der 60-jährige Landwirt, der seit seinem 18. Lebensjahr den Hof betreibt, kennt seine Tiere ganz genau. Seit Jahren beschäftigt er sich mit der Zucht besonders hochwertiger Tiere. „Dass sie viel Milch geben, ist nur ein Parameter“, sagt er. Ebenso wichtig sei die Gesundheit, die Langlebigkeit, Melkbarkeit, das Fundament oder Anfälligkeit für Krankheiten. „Nur eine gesunde Kuh gibt Milch.“

Auf seinem 60 Hektar großen Hof baut er Mais und Kresse für seine Tiere an, während er das Kraftfutter zukauft. Um die besten Kühe zu züchten, arbeitet der Landwirt mit dem Embryotransfer.

Die Großmutter von Dolce Vita kam über die Rinder-Union West eG als tiefgefrorener Embryo aus Amerika nach Deutschland und wurde auf dem Betrieb von Carsten Wiesmann in Herbern geboren. Später wuchs sie auf dem Bauernhof von Alois Loddenkemper auf, der sie aufzog und züchterisch weiterentwickelte. Mithilfe des Embryotransfers kann eine Kuh gleich mehrere Nachkommen im Jahr bekommen. Dabei wird die Zucht-Kuh mit dem Samen von ausgesuchten Zuchtbullen besamt und ihr später einige der Embryos entnommen sowie anderen Kühen, sogenannten Leihmüttern, eingepflanzt. Ein Verfahren, das bei Kühen durchaus vertretbar sei, beim Menschen jedoch eher fragwürdig, so seine Meinung.

Mehr in der Ausgabe vom 18. Januar 2019

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