Theaterstück dreht sich um Thema Demenz
Der Schauspieler und Seelsorger Thomas Borggrefe zeigt in seinem Ein-Mann-Stück „HellerMann“ auf sehr einfühlsame Weise die Veränderungen eines alzheimerkranken Musikers und die Reaktion seines Umfeldes.

Das Stück „HellerMann“ wird am Montag, 17. September, ab 18 Uhr im Haus Siekmann aufgeführt. Der Eintritt ist frei.

Mit den spielerischen Stilmitteln des Theaters nähere er sich einfühlsam, zuweilen auch augenzwinkernd-humorvoll, dem Thema Demenz und gebe tiefe Einblicke in die Gefühlswelt von betroffenen Menschen, heißt es in der Ankündigung. Der niederländische Theatermacher und Seelsorger lässt sich durch seine Arbeit mit Menschen inspirieren, die eine Demenz haben: Gespräche, wortlose Begegnungen, Stille, Da-sein, Kommunikation mit Kreativität, Gefühlswelten.

In „HellerMann“ geht es um einen Musiker, der eine Demenz hat. Wie kann ein Leben mit einer Demenz lebenswert gestaltet werden? Die Theatervorstellung zeigt den Prozess einfühlsam und klar. Es ist eine Komposition aus Texten, Musik, Geräuschen, Schwere und Leichtigkeit, Humor und Traurigkeit – so wie das Leben ist, auch mit einer Demenz. Im Spiel gibt Borggrefe Informationen zu Demenz und lässt Raum für die unterschiedlichen Perspektiven von Angehörigen, Pflegenden und den Betroffenen selbst.

Borggrefe ist bereits mit mehreren Theaterstücken zum Thema Demenz europaweit erfolgreich gewesen; 2016 auch in Sendenhorst mit dem Stück „Dachstube“. Das Theaterstück richtet sich an Familienangehörige oder Freunde von Menschen mit Demenz, Pflegende, ehrenamtlich Tätige, Ärzte und alle Interessierten, die mehr über das oftmals tabuisierte Thema Demenz wissen möchten.

 Nach der Vorstellung besteht Gelegenheit, mit dem Schauspieler ins Gespräch zu kommen. Borggrefe: „Ich spüre ein großes Bedürfnis bei Menschen, über Demenz auf einer anderen Ebene zu reden und sich miteinander auszutauschen: Ich möchte bewusst machen, dass ein Mensch – auch wenn er sich häufig durch die Krankheit äußerlich verändert – im Inneren derselbe bleibt. Das Gefühl hat keine Demenz.“

Die Theateraufführung ist eine Kooperationsveranstaltung vom Demenz-Servicezentrum Münsterland, dem Demenz-Netz Sendenhorst und der „Heinrich und Rita Laumann-Stiftung“.

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