Vielschichtiges im Orgelherbst
Die Woehl-Orgel in der St.-Martin-Kirche kommt während der Sendenhorster Orgeltage vier Mal zum Einsatz.

Unter dem Motto „Gedanken zur Nacht“ wird der Organist Sebastian Bethge aus Bad Hersfeld zusammen mit der Sängerin Nicole Pieper aus Hamburg den Orgelherbst am Sonntag, 7. September, eröffnen. Die beiden Künstler werden durch die Interpretation von Werken verschiedener Komponisten unterschiedliche Stimmungen und Gedanken zur Nacht auf interessante Art und Weise zu Gehör bringen.

Thiemo Janssen, Organist an der berühmten Arp-Schnitger-Orgel der Ludgerikirche in Norden, wird am Sonntag, 21. September, ein Programm mit ausschließlich französischen Komponisten spielen. Das Konzert steht unter dem Motto „Französische Orgelsymphonik“ und beinhaltet Werke von Jehan Alain, Maurice Duruflé und César Franck. Musik, die sich hervorragend auf der 1999 erbauten Woehl-Orgel der Martinskirche interpretieren lasse, heißt es in der Ankündigung.

Thomas Schmitz, Domorganist in Münster, betitelt sein Programm „Von Bach bis Tournemire“. Eröffnet wird das Konzert am Sonntag, 5. Oktober, mit der fulminanten Toccata in F-Dur von J.S. Bach, die besonders durch ein äußerst anspruchsvolles Pedalsolo Maßstäbe in der Orgelliteratur setzt. Des Weiteren erklingen drei Fugen von Anton Bruckner, deren Originalmanuskripte in der Santini-Sammlung in der Diözesanbibliothek in Münster aufbewahrt werden. Höhepunkt des Konzertes wird die monumentale Symphonie sacrée von Tournemire bilden. Das Werk ist von der Kathedrale in Amiens inspiriert, „eine Verherrlichung der Schönheit der Spitzbögen und eine Vertonung der Kathedrale“.

Winfried Lichtscheidel, Kantor an St. Martinus und Ludgerus, wird den Orgelherbst am Sonntag, 19. Oktober, mit der berühmten Symphonie „Aus der neuen Welt“ von Antonin Dvorak beschließen. Die Orchestersymphonie wurde vom ungarischen Orgelprofessor Szigmond Szathmáry für Orgel transkribiert, wodurch die Interpretation des monumentalen Werkes statt durch das Symphonieorchester ausschließlich durch den Organisten als Interpreten und die Orgel als Orchester ausgeführt wird. Dies stellt sowohl an den Organisten als auch an die Orgel aller höchste Ansprüche.

Karten für acht Euro – ermäßigt sechs Euro – sind am jeweiligen Konzerttag ab 19.30 Uhr an der Abendkasse erhältlich.

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