Wahlbeteiligung viel besser als im Bund
Bernhard Daldrup und Ehefrau Martha am Sonntag bei der Abgabe der Stimme für die Bundestagswahl. Der Abgeordnete kann mit seinem Ergebnis bei den Erststimmen bestens zufrieden sein.

Während die Freien Demokraten mit ihrem Ergebnis deutlich über dem Bundesdurchschnitt (10,4 Prozent) liegen, ist die Wählerschaft der AfD in Sendenhorst fast um die Hälfte geringer als auf Bundesebene. Dort erreichte sie 13,0 Prozent. Verbessern konnten sich auch die Linken, wie das vorläufige Endergebnis für die Stadt Sendenhorst ausweist: Sie erzielte bei den Zweitstimmen 5,9 Prozent gegenüber 4,5 Prozent 2013. Relativ stabil blieben Bündnis 90/Die Grünen: Sie sackten von 6,7 auf 6,1 Prozent ab.

Deutlicher fallen die Verluste bei den Zweitstimmen für die SPD aus. Die Partei des heimischen Bundestagsabgeordneten Bernhard Daldrup erreichte 22,5 Prozent, 4,1 Prozent weniger als 2013. Der deutlichste Verlierer der Wahl in Sendenhorst ist jedoch die CDU. Sie sackte von 49,2 Prozent bei der Wahl 2013 um 7,3 Prozent auf 41,9 Prozent ab. Der Verlust fällt etwas geringer aus als im Bundesdurchschnitt mit 8,6 Prozent.

Dies zeigt sich auch bei den Erststimmen, die in den beiden Ortsteilen abgegeben wurden. Zwar sicherte sich Reinhold Sendker (CDU) mit 44,4 Prozent das Direktmandat in seinem Wahlkreis, allerdings mit 6,7 Prozent weniger als 2013. Da bekam er 51,1 Prozent der Stimmen. Sein Herausforderer Bernhard Daldrup (SPD) verfehlt das Direktmandat und zieht über die Landesliste wieder in den Bundestag ein: Doch mit seinem Ergebnis bei den Erststimmen kann er mehr als zufrieden sein: Mit 34,1 Prozent liegt er nur 0,4 Prozent unter dem 2013er-Ergebnis.

Fast gleich auf liegen die Kandidaten von FDP, Dr. Oliver Niedostadek, und AfD, Joachim Multermann, mit 6,3 beziehungsweise 6,2 Prozent der Erststimmen. Der Linke Reiner Jenkel liegt mit 4,1 Prozent vor der Grünen-Kandidatin Marion Schniggendiller mit 3,7 Prozent. Erneut deutlich über dem Bundesergebnis von 76,5 Prozent (2013: 71,5) lag die Wahlbeteiligung in Sendenhorst mit 80,5 Prozent (2013: 77,3 Prozent).

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